„Eine sensationelle Chance“

Am Niederrhein..  Die Bestrebungen für ein mögliches Weltkulturerbe „Niedergermanischer Limes“ finden in der Region rege Zustimmung. „Das würde uns einen schönen Push geben“, meint Ansgar Müller (SPD), Landrat des Kreises Wesel. Xantens Bürgermeister Thomas Görtz (CDU) sprach von einer „sensationellen Chance“. Die Niederlande, NRW und Rheinland-Pfalz wollen eine Bewerbung vorantreiben (die NRZ berichtete). Angepeilt ist, im Jahr 2019 einen Antrag bei der Unesco zu stellen.

Görtz weilte gestern in Xantens französischer Partnerstadt Saintes, wo er sich just über archäologische Funde informierte. Beide Städte verfügen über eine römische Vergangenheit. Von einem Welterbe „Niedergermanischer Limes“ werde Xanten durch seine Fundorte, aber auch durch die Lage profitieren („wir befinden uns genau in der Mitte“), zeigte sich Görtz in einem Telefonat mit der NRZ überzeugt. Von Seiten der Stadt werde man alles tun, um den Antrag für die Unesco-Liste zu unterstützen.

Wesels Landrat Ansgar Müller verwies darauf, dass es im Kreisgebiet mit dem Archäologischen Park in Xanten, aber auch mit der Römer-Lippe-Route schon touristische Magnete gebe, die das römische Erbe im Blick haben. Bei der Fahrradroute wirke man erfolgreich mit anderen Städten zusammen. Zu einer möglichen Anerkennung des hiesigen Limes als Welterbe sagte Müller: „Das wäre eine weitere Steigerung unserer Attraktivität.“

So sieht man es auch bei der Niederrhein Tourismus GmbH. Ein Welterbe biete „einen großen Mehrwert in kultureller, aber auch wirtschaftlicher Sicht“, sagt Sprecherin Martina Baumgärtner. Ein gezieltes Marketing sorge für mehr in-, aber auch ausländische Übernachtungsgäste, und der Tagestourismus werde gestärkt.