Ein Rollstuhl, mit den Augen gesteuert

Duisburg/Ludwigshafen..  Zwei junge Duisburger sind unter den Bundessiegern des Wettbewerbs „Jugend forscht“. Myrijam Stoetzer (14) und Paul Foltin (15) vom Franz-Haniel-Gymnasium im Stadtteil Homberg haben einen Rollstuhl entwickelt, der nur mit den Augen gesteuert wird. Er könnte Menschen helfen, die infolge einer Verletzung der oberen Halswirbel fast vollständig gelähmt sind. Die beiden Jungforscher erhielten dafür den mit 2500 Euro dotierten 1. Preis in der Kategorie „Arbeitswelt“.

Insgesamt 113 Arbeiten hatten es ins Finale des 50. Bundeswettbewerbes von „Jugend forscht“ geschafft. Die Sieger wurden jetzt im Beisein von Bundespräsident Joachim Gauck und der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) in Ludwigshafen ausgezeichnet. An der Arbeit der beiden Duisburger lobte die Jury ausdrücklich die Kreativität der Jungforscher. Sie hätten ihr Projekt „systematisch optimiert und mit großem Engagement zum Erfolg geführt“, hieß es.

Basis ist eine Webcam

Myrijam Stoetzer und Paul Foltin entwickelten ihre Rollstuhlsteuerung auf der Basis einer handelsüblichen Webcam und bauten einen „Eyetracker“ – ein Gerät, das Blickbewegungen aufzeichnet und verarbeitet. Je nachdem in welche Richtung der Rollstuhlfahrer wie schaut, werden Befehle an die Motoren gesendet, und der Rollstuhl fährt dann in die gewünschte Richtung.