Ehefrau getötet: Cellist zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt

Tödlicher Familienstreit unter Musikern: Ein Cellist aus Bonn ist am Freitag wegen der Tötung seiner Frau zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Der 55-Jährige hatte die angesehenen Konzertpianistin im vergangenen Oktober zu Boden gestoßen, ihr eine Plastiktüte über den Kopf gezogen und sie dann erdrosselt. Zwei Tage später verscharrte er die Leiche in einem Erdloch.

Bonn.. Das Bonner Landgericht verurteilte den Cellisten wegen Totschlags. Immer wieder sei der Angeklagte mit seiner 50-jährigen Frau wegen der Erziehung des gemeinsamen Sohnes aneinandergeraten. Mehrfach habe er sie auch vorher schon angegriffen. Seine Ausbrüche seien dem Opfer also bekanntgewesen, sagte der Richter in der Urteilsbegründung.

Der 55-Jährige hatte die Tat zwei Wochen nach dem Tod seiner Frau gestanden. Zu Prozessbeginn ließ er durch seine Anwältin mitteilen, dass er die Tat bereue. Die Verteidigung hatte eine Haftstrafe unter zehn Jahren gefordert. Die Staatsanwaltschaft plädierte auf zwölf Jahre wegen Totschlags. Zunächst lautete die Anklage auf Mord.