Duisburg – das nächste Nadelöhr

An Rhein und Ruhr..  Die staugeplagten Autofahrer an Rhein und Ruhr kommen einfach nicht zur Ruhe. Sobald die schlimmsten Schäden an der Neuenkamper Rheinbrücke auf der A40 behoben sind und der Verkehr dort einigermaßen fließen kann, droht den Pendlern etwas weiter nördlich auf der A42 neues Ungemach.

Wie ein Sprecher der Landesbehörde Straßen NRW gestern der NRZ bestätigte, beginnt im Herbst oder spätestens Ende des Jahres eine große Sanierungsaktion zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Nord und Duisburg-Beeckerwerth – mit allen Schikanen, die den Auto-Verkehr gemeinhin ausbremsen: schmalere Fahrspuren, Tempobeschränkungen, zeitweise sei sogar mit Fahrbahnsperrungen in diesem Bereich zu rechnen, warnen die Planer.

Auch zwei Brückensind betroffen

Der Grund: Wie alle Autobahnen der Region ist auch der 58 Kilometer lange Emscherschnellweg zwischen Kamp-Lintfort und Dortmund in die Jahre gekommen, seit er vor 50 Jahren im Raum Herne in Angriff genommen wurde. Nun muss beispielsweise dringend die Fahrbahndecke im Raum Duisburg saniert werden. Bis zu einen Meter tief werden die Bagger den Asphalt abtragen. Aber auch bei den Lärmschutzwänden, bei den Schildern und Schutzplanken gibt es Renovierungsbedarf. Zudem werden die Entwässerungsschächte entlang der Trasse erneuert.

Zwei Brückenbauwerke sind ebenfalls von der großen Buddelei betroffen: zum einen die A42-Querung des Bahnhofs Grünstraße (dort wurde schon vor einigen Jahren gearbeitet) sowie der Abschnitt Friedrichstraße. Beide Brücken sind aber offenbar nicht so marode wie die Duisburger A40-Rheinquerung oder das Schwesterbauwerk bei Leverkusen – und deshalb werden sie auch weiterhin Lastwagen überqueren können. Aber erheblich nachgebessert werden müsse es schon, wie es heißt.

Nach Angaben von Straßen NRW wird die Sanierung des etwa vier Kilometer langen Streckenabschnitts „sicherlich mehr als 30 Millionen Euro“ kosten. Wie viel Zeit die Aktion in Anspruch nimmt, ist noch völlig unklar. Viel hängt bei solchen Maßnahmen vom Wetter ab.

Nur eins weiß man bei den Planern von Straßen NRW schon jetzt einigermaßen zuverlässig: Es werden einige Monate ins Land gehen, bis auf dem Emscherschnellweg im Raum Duisburg wieder alles glatt läuft.