Drei Tage Staatstrauer in Spanien

Madrid.. Punkt 12 Uhr mittags versammeln sich gestern Reisende und Angestellte des Flughafen El Prat in Barcelona vor dem Terminal 2, von dem aus die Passagiere der Unglücksmaschine gestartet waren, zu einer Gedenkminute für die Opfer. In ganz Spanien, wo drei Tage Staatstrauer ausgerufen wurden, wehen die Fahnen auf Halbmast. Der Schock über die Tragödie des Germanwings-Fluges steht den Menschen, die einen Tag später von der katalonischen Metropole aus losfliegen, ins Gesicht geschrieben.

Ziemlich genau 24 Stunden nach dem Unglücksflug hob am Mittwochmorgen in Barcelona wieder ein Germanwings-Flug nach Düsseldorf ab. Doch statt der Flugnummer 4U 9525 des Unglücksfliegers trägt der Flug von Barcelona nach Düsseldorf nun die Kennzahl 4U 9441. Die Änderung von Flugnummern nach Unglücken ist allgemein üblich.

„Ich hatte gehofft, derFlug würde abgesagt“

„Es ist schon ein komisches Gefühl, einen Tag nach dem Unglück den gleichen Flug zu nehmen“, sagte eine Spanierin den wartenden Reportern, bevor sie an Bord ging. Und ein weiterer Passagier namens Javier Madina gesteht kurz vor dem Start: „Ich hatte insgeheim gehofft, sie würden diesen Flug absagen.“

Die Angst flog mit, doch alles ging gut. Die Maschine hob um 9.42 Uhr in Barcelona ab und landete um 11.50 Uhr planmäßig in Düsseldorf. Statt des verunglückten Typs Airbus A320 hatte Germanwings einen etwas kleineren Airbus A319 eingesetzt. Mehr ein symbolischer Akt, denn beide Modelle sind eng mitein-ander verwandt.