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Dortmunder Terror-Verdächtiger: "Wurde als Kind verprügelt"

14.03.2016 | 13:48 Uhr
Dortmunder Terror-Verdächtiger: "Wurde als Kind verprügelt"
Zu den Tatvorwürfen wollte der Dortmunder noch keine Stellung nehmen.Foto: Uwe Anspach/Archiv

Düsseldorf.  Kerim Marc B. soll als "Abu Zulfikar" für den Islamischen Staat gekämpft haben. Jetzt sagte er aus - und berichtete von seiner schweren Kindheit.

Der mutmaßliche IS-Terrorist Kerim Marc B. hat vor Gericht sein Schweigen gebrochen und von seiner schweren Kindheit in Nordrhein-Westfalen berichtet. Er habe als Kind mehrfach kurz davor gestanden, sich umzubringen, sagte der Angeklagte am Montag am Düsseldorfer Oberlandesgericht in einer von seiner Verteidigerin verlesenen Erklärung aus.

Den Dortmunder reizte das Abenteuer

Sein Stiefvater habe ihn oft geschlagen und verprügelt, etwa wegen schlechter Schulnoten. Seine Mutter habe sein Gesicht auf Familienfotos herausgeschnitten. Bevor sie in Urlaub gefahren sei, habe sie ihn zu Verwandten gebracht. Er habe mit seinen Eltern nie über Gefühle sprechen können. Der Islam habe ihm in dieser Situation Halt gegeben. Der Gang zur Moschee sei eine Rebellion gegen sein Elternhaus gewesen.

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Weiterer mutmaßlicher IS-Terrorist legt Teilgeständnis ab

Vor dem OLG in Düsseldorf hat ein mutmaßlicher IS-Terrorist überraschend sein Schweigen gebrochen und Namen von IS-Mitgliedern genannt.

Nach Syrien sei er "eher aus einem Abenteuer heraus gegangen". Er habe vor allem vor den Belastungen in Deutschland fliehen wollen. "Das Einzige, was ich habe, ist mein Glaube." Zu den Tatvorwürfen wollte der Angeklagte am Montag noch nicht Stellung nehmen.

Der Prozess gegen ihn wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung hatte am 2. März begonnen. Mit einer Kalaschnikow und Handgranaten soll der gebürtige Dortmunder unter dem Namen "Abu Zulfikar" in den Reihen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gekämpft haben. In seinem Bein soll noch immer ein Splitter stecken. Dem 23-Jährigen drohen bis zu zehn Jahre Haft. Mit einer Mordanklage war die Staatsanwaltschaft bei Gericht nicht durchgekommen. (dpa)

Kommentare
14.03.2016
15:01
Dortmunder Terror-Verdächtiger: "Wurde als Kind verprügelt"
von trespass | #1

Im Großteil der Welt dürfte die körperliche Züchtigung von Kindern u. Jugendlichen absolute Normalität darstellen. Nur in einem Teil der westlichen...
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1 Antwort
Dortmunder Terror-Verdächtiger: "Wurde als Kind verprügelt"
von MonteCaterno | #1-1

tja und trotzdem sind Sie nicht zum brutalen, menschenverachtenden IS-terroristen geworden.
War das nur Glück oder vielleicht der entsprechende kulturelle Hintergrund?

Gedeiht in einem weltoffenen auf Nächstenliebe basierenden Weltbild solch eine krude Terroristenseele vielleicht schlechter als in einem auf Angst, Abgrenzung und Verboten basierenden Weltbild?

Aber solche Fragen darf man ja eigentlich nicht mehr stellen.... Eine sachliche Diskussion ist da auch nur noch schwerlich möglich.

Letztlich dient die schweere Kindheit vermutlich eh nur der Strafmilderung, weil sich wieder ein mitfühlender Richter finden wird, der an das Gute im Menschen glaubt und selbst solchen Terroristen noch Verständnis entgegenbringt.

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Dortmunder Terror-Verdächtiger: "Wurde als Kind verprügelt"
Dortmunder Terror-Verdächtiger: "Wurde als Kind verprügelt"
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2016-03-14 13:48
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