Die Zugvögel kommen früher als erwartet

An Rhein und Ruhr..  Obwohl der Winter noch nicht richtig lockerlassen will, deuten die ersten heimkehrenden Zugvögel bereits auf das bevorstehende Ende der kalten Jahreszeit hin. So wurden in den letzten Tagen Feldlerchen und Kiebitze bei ihrer Rückkehr beobachtet. „Besonders auffällig sind zurzeit die Kraniche, die in keilförmigen Formationen über Nordrhein-Westfalen fliegen“, sagt Bernd Jellinghaus, Sprecher des Landesfachausschusses für Ornithologie und Vogelschutz des NABU NRW.

Mehrere Tausend Kraniche flogen in den vergangenen Tagen auf ihrem westlichen Hauptzugweg von der Eifel kommend über Rhein und Ruhr weiter nach Nordosten. „Im langjährigen statistischen Mittel findet der Hauptzug der Kraniche in der ersten Märzhälfte statt“, so Jellinghaus weiter. Die Vögel verbrächten die Wintermonate überwiegend im sonnigen Spanien oder in Frankreich. Ihr wichtigstes Überwinterungsgebiet liege in der Extremadura im Westen Spaniens. Dort suchten die Vögel in den lichten mediterranen Eichenwäldern nach den Früchten der Stein- und Korkeichen.

Weitere Vogelscharen erwartet

Weitere Vogelscharen würden in den nächsten Wochen zurückerwartet: Auch Mönchsgrasmücken, Singdrosseln und Buchfinkenweibchen kehrten jetzt in ihre Brutgebiete zurück. Die Vögel sind sogenannte Kurzstreckenzieher aus Südeuropa.