Die Griechenkontern

O

h ja, wir alle erinnern uns nur zu gut an Alexis Sorbas: Wie er, um sein Bergwerk wieder flott zu kriegen, eine Seilbahn baut und alles in einem fürchterlichen Fiasko endet. Und was macht der Herr Sorbas? Greint er, weint er, wie sich das gehört? Klagt er zu den Göttern?

Nein! „Hast du jemals etwas so herrlich zusammenkrachen sehen?“ ruft er, als sein Lebensprojekt in Schutt und Asche liegt. Und dann lacht der Kerl, tanzt einen Tzatziki, säuft griechischen Wein, bucht die Kosten von seinem Gyroskonto ab und fährt Metaxa nach Hause.

So sind sie nun mal, die Griechen, und sie tun es schon wieder: Zuerst verballern sie unsere sauer verdienten Milliarden, und dann lassen sie womöglich den Euro zusammenkrachen wie eine griechische Seilbahn, weil sie sich trotz aller gebotenen Demut erdreisten, freie demokratische Wahlen zu veranstalten, bei denen ein Sieger herauskommen könnte, den Mutti nicht mag.

Das muss und wird natürlich Folgen haben. Angela Merkel wird von Brüssels Olymp Blitze aufs Dach der Akropolis schleudern, und alle Griechen kommen in den Hades.

Fehlt nur noch, dass die Hellenen, pleite, wie sie sind, wieder einen auf Sorbas machen. Dass sie, nur so aus Daffkos, in Griechenland bald die D-Mark einführen. Was würde unsere Kanzlerin sich ärgern – selbst wenn es nur die Drachmen-Mark wäre.