Danke, Herr Weselsky!

Da wird der Herr Weselsky in diesen Tagen zwar kaum den deutschen Publikumspreis, aber demnächst wohl das Bundesverdienstkreuz bekommen. Immerhin hat sich der Mann große Verdienste um die Volksgesundheit erworben.

Das geht zumindest indirekt aus einem Artikel im britischen „Journal of Epidemiology & Community Health“ hervor. Demnach haben Forscher von der Universität Cambridge herausgefunden, dass jene Pendler schlanker und gesünder bleiben, die das Auto stehen lassen und regelmäßig Busse und Bahnen benutzen. Wobei sich Streiks im Nah- und Fernverkehr besonders günstig auf den Gesundheitszustand auswirken. Der Grund ist simpel: Wer in überfüllten Waggons Halt sucht, die Treppen zu einem anderen Bahnsteig hochklettern muss und zu einem der wenigen fahrbereiten Züge sprintet, verliert Kalorien und kräftigt nachhaltig Herz und Kreislauf. Ganz anders als zum Beispiel Pendler, die von der heimischen Garage direkt in ihr Büro rollen oder Zugreisende, denen regelmäßig ein zuverlässiger Service der Bahn zuteil wird.

Das ist eine gute Nachricht für alle die, die in Deutschland von den nicht enden wollenden Eisenbahnerstreiks betroffen sind.

Nur eine Berufsgruppe hat leider gar nichts von den Dauerstreiks: Das sind die Lokführer der GDL. Denn die sind ja immer zu Hause.