Damit man nicht betrügern und juristen ins netz geht

Wer seinen privaten Internetrouter zu Hause nicht mit einem Passwort schützt, lebt gefährlich: Ist das drahtlose Netzwerk für jedermann zugänglich und lädt sich dieser Jedermann dann beispielsweise Raubkopien vom neuesten Kinofilm herunter – haftet derjenige, der leichtfertig den Internetzugang ermöglicht hat. Das ist die so genannte „Störerhaftung“.


Dagegen kann man sich schützen, indem man von allen, denen man per Passwort den Zugang zum Netzwerk ermöglicht, möglichst schriftlich zusichern lässt, dass sie nichts Illegales im Internet treiben.

Gerade im öffentlichen Bereich wie Cafés greifen die Betreiber dann gern auf das so genannte „Providerprinzip“ zurück: Nominell wird das drahtlose Netz von einem Provider betrieben, der so wenig für die Datenpost haftet wie der Briefträger für den Erpresserbrief, den er zustellt.


Dieses Prinzip macht sich auch die Initiative „Freifunk“ zunutze, die als Provider auftritt, eine eigene Software herausgibt, die ihre Unterstützer dann auf ihrem Router aufspielen. Damit können auch Privatleute rechtssicher und ohne zu haften, ihr privates Netzwerk öffentlich zugänglich machen.