China an deutscher Raststätten-Kette interessiert

Der chinesische Staatsfonds ist an einem Kauf des deutschen Autobahndienstleisters Tank & Rast interessiert. Mitarbeiter der China Investment Corporation (CIC) bestätigten der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Peking, dass an einem solchen Investitionsprojekt gearbeitet werde, konnten aber keine Details nennen. Eine CIC-Sprecherin wollte hingegen nicht bestätigen, das der Kauf des Bonner Betreibers von Tankstellen und Raststätten erwogen werde. "Der CIC kann einzelne Projekte nicht kommentieren."

Peking.. Es wäre mit schätzungsweise drei Milliarden Euro die bisher größte chinesische Investition in Deutschland. Unter Berufung auf "Insider" berichtete das chinesische Webportal Tencent, dass der Staatsfonds sich an den Angeboten für den Kauf beteilige. Auch das "Wall Street Journal" berichtete von der Absicht von CIC, die Kette übernehmen zu wollen, die 350 Tankstellen und 390 Raststätten betreibt.

Das Private-Equity-Haus Terra Firma ist seit 2004 an Tank & Rast beteiligt und hatte den Dienstleister damals für 1,1 Milliarden Euro übernommen. 2007 übernahm der Infrastrukturfonds der Deutschen Bank 50 Prozent des Unternehmens. Zu den jetzigen Kaufinteressenten sollen nach unbestätigten Berichten auch ein Konsortium unter Führung des Versicherungskonzerns Allianz und eine Gruppe um die australische Bank Macquarie gehören.

Die 2007 gegründete China Investment Corporation verwaltet rund 650 Milliarden US-Dollar an Anlagen. Er gilt als viertgrößter Staatsfonds der Welt. Sein Ziel ist, einen Teil der weltgrößten Devisenreserven Chinas anzulegen. Er untersteht dem chinesischen Staatsrat.