Bodenbewässerung kontrollieren

Wesel..  Ein plötzlicher Wetterumschwung bedeutet Stress. „Und zwar für Gärtner und Pflanze“, sagt Landschaftsarchitektin Wiebke Lahrmann vom Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen Wesser in Wesel. Denn während sich die Pflanze in kürzester Zeit auf neue Temperaturen und neue Feuchtigkeitsverhältnisse einstellen muss, beginnt für den Gärtner eine ganz neue Arbeit.

„Sollte die 20-Grad-Marke geknackt werden, muss man den Boden im Auge behalten“, erklärt Lahrmann. Der könnte schnell trocken werden, dabei muss er eher feucht gehalten werden, damit die immergrünen Gartenpflanzen nicht austrocknen. „Kübelpflanzen wie den Oleander kann man jetzt schon nach draußen stellen, aber nicht in die pralle Sonne sondern zunächst in den Schatten“, so Lahrmann. Wer in der kalten Jahreszeit den Beschnitt von Bäumen und Sträuchern verpasst hat, sollte jetzt nichts überstürzen. „Lieber kann man warten, bis die jetzt anstehenden warmen Tage vorbei sind, oder es sogar bis zum Herbst verschieben.“

Alle Balkon-Gärtner sollten mit der Sommerbepflanzung noch ein wenig warten. „Erst nach den Eisheiligen (11. bis 15. Mai) sollte man damit beginnen“, rät die Expertin. Farblich wird es in diesem Jahr übrigens Gelb. Auch Pastelltöne sind gefragt. Außerdem ist ein Rückkehrer auf dem Vormarsch. Die Fuchsie erfreut sich seit Kurzem wieder wachsender Beliebtheit.

Gemüsejungpflanzen innen lagern

Immer mehr Menschen bewirtschaften auch einen kleinen Gemüsegarten. „Das ist schon kein Trend mehr, es ist zu einer echten Bewegung geworden“, sagt Wiebke Lahrmann. Nach draußen sollte man die kleinen Pflanzen aber noch nicht setzen. „Die Gemüsejungpflanzen kann man im Zimmer vorziehen und erst im Sommer auf den Balkon stellen.“