Betuwe-Linie: Man redet – und kritisiert

Duisburg..  Kaum zu glauben: Seit 25 Jahren plant die Bahn den Ausbau der Güterzugstrecke Oberhausen-Emmerich, seit 20 Jahren regt sich entlang der Trasse der Widerstand – und erst jetzt haben Bahn und Bürgerinitiativen sich erstmals zu einem Treffen verabredet. Konkrete Verbesserungen waren dabei nicht zu erwarten. Aber immerhin will man weiter miteinander reden – und auch in anderen Gremien. So sollen die Bürgerinitiativen endlich auch im sogenannten Projektbeirat Sitz und Stimme bekommen, da sind bislang nur Kommunen, Politiker und Bahn beieinander. Das, so heißt es vonseiten der Bürgerinitiativen, ist bei anderen Projekten der Bahn anders.

Und noch etwas läuft woanders besser: In Baden-Württemberg plant die Bahn bereits jetzt nach den strengeren Lärmrichtlinien, die ab 2015 gelten, bei der Betuwe wird bis Jahresende noch die Planfeststellung durchgedrückt, um sich noch den sogenannten Schienenbonus zu sichern: Die Bahn darf fünf Dezibel lauter sein als andere Verkehrsmittel. Ein Bahnsprecher begründete das damit, dass es für den Trassenbau in Baden-Württemberg einen gesonderten Bundestagsbeschluss gegeben habe – und entsprechend zusätzliche Mittel von Bund und Land.

Mehr Druck wünscht sich die Bürgerinitiative auch bei der Umrüstung von Güterwagen. Dass laute Züge gerade mal zwei Prozent höhere Trassenpreise zahlen müssen, sei lächerlich, hieß es.