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Kriminalität

Autodiebe schlagen im Revier verstärkt zu

05.01.2012 | 19:02 Uhr
Autodiebe schlagen im Revier verstärkt zu
Autodiebe sind in der Rhein-Ruhr-Region besonders aktiv. Foto: Thinkstock

Dortmund.   Die Zahl der Autodiebstähle hat stark zugenommen. Vor allem in Dortmund ist der Anstieg dramatisch. Bei den Tätern handelt es sich meist um professionelle Banden aus Osteuropa.

Im Westen Deutschlands wird die Rhein-Ruhr-Region zum bevorzugten Jagdgrund von Autoschieberbanden. Sie kommen meist aus Osteuropa, vor allem aus Litauen. Die Diebstahlszahlen sind 2010 im Ruhrgebiet dramatisch angestiegen. So haben sie sich in Dortmund mehr als verdoppelt. Das Bundeskriminalamt stellt in einem Bericht fest: Der Trend hält an.

Während in NRW insgesamt 14 Prozent mehr Autos als 2009 – rund 4000 – verschwanden, wurden in Dortmund nach Zahlen des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft 200 am Ort zugelassene Fahrzeuge gestohlen – ein Plus von 53,8 Prozent. In Essen wurden 182 Autos geknackt (plus 24,7 Prozent). In Bochum (plus 10,2 Prozent) und Duisburg (plus 0,6 Prozent) wuchs die Zahl ebenso wie außerhalb des Reviers in Arnsberg mit einem Zuwachs von 27,4, Wuppertal von 43,8 und Köln von 33 Prozent. Die Stadt mit den meisten Kfz-Diebstählen ist Düsseldorf mit 771 Autos. Hier sank die Ziffer jedoch um sieben Prozent.

Das „Handwerk“ hat sich tiefgreifend verändert. Katrin Rüter vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft sagt, Autodiebe, die auf eigene Faust handelten, gebe es kaum noch. Sie spricht von hochprofessionellen Banden, die „auf Höhe des Know-hows sind, mit dem man Autos stiehlt“, und die auch Schutzsysteme umgehen. Zudem werde verstärkt in Wohnungen eingebrochen, um Autoschlüssel zu entwenden. Rüter räumt aber auch eine große Grauzone mutmaßlichen Versicherungsbetrugs mit vorgetäuschten Straftaten ein: Bei einigen Versicherungen spreche man hier von jedem zehnten Diebstahl.

Lexus besonders beliebt

Bei den Banden stehen Hybrid-Fahrzeuge wie die von Lexus ganz oben auf der Lieferliste. Es folgen die schweren Gelände-Limousinen. Bei den Einzelmarken wird Porsche bevorzugt. Rüter sagt, in Litauen gäbe es richtige Märkte, auf denen gestohlene Fahrzeuge auseinandergenommen und neu zusammengebaut werden, um Spuren zu verwischen.

Auch das Bundeskriminalamt sieht im Wegfall der Grenzkontrollen 2008 in Osteuropa einen der Gründe für die Zunahme der Zahl der Autodiebstähle. Neben NRW leidet also das nahe liegende Ostdeutschland massiv unter dem Kriminalitätstrend.

Dietmar Seher

Kommentare
07.01.2012
09:05
Autodiebe schlagen im Revier verstärkt zu
von Dittsche | #11

Und wenn dann doch mal ein Osteuropäher erwiascht wird?
Was dann?
Unterbringung für einen gewisses Zeitfenster in einer unsere
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2012-01-05 19:02
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