Autodiebe schlagen im Revier verstärkt zu
06.01.2012 | 15:02 Uhr 2012-01-06T15:02:00+0100
Dortmund. Die Zahl der Autodiebstähle hat stark zugenommen. Vor allem in Dortmund ist der Anstieg dramatisch. Bei den Tätern handelt es sich meist um professionelle Banden aus Osteuropa.
Im Westen Deutschlands wird die Rhein-Ruhr-Region zum bevorzugten Jagdgrund von Autoschieberbanden. Sie kommen meist aus Osteuropa, vor allem aus Litauen. Die Diebstahlszahlen sind 2010 im Ruhrgebiet dramatisch angestiegen. So haben sie sich in Dortmund mehr als verdoppelt. Das Bundeskriminalamt stellt in einem Bericht fest: Der Trend hält an.
Während in NRW insgesamt 14 Prozent mehr Autos als 2009 – rund 4000 – verschwanden, wurden in Dortmund nach Zahlen des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft 200 am Ort zugelassene Fahrzeuge gestohlen – ein Plus von 53,8 Prozent. In Essen wurden 182 Autos geknackt (plus 24,7 Prozent). In Bochum (plus 10,2 Prozent) und Duisburg (plus 0,6 Prozent) wuchs die Zahl ebenso wie außerhalb des Reviers in Arnsberg mit einem Zuwachs von 27,4, Wuppertal von 43,8 und Köln von 33 Prozent. Die Stadt mit den meisten Kfz-Diebstählen ist Düsseldorf mit 771 Autos. Hier sank die Ziffer jedoch um sieben Prozent.
Das „Handwerk“ hat sich tiefgreifend verändert. Katrin Rüter vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft sagt, Autodiebe, die auf eigene Faust handelten, gebe es kaum noch. Sie spricht von hochprofessionellen Banden, die „auf Höhe des Know-hows sind, mit dem man Autos stiehlt“, und die auch Schutzsysteme umgehen. Zudem werde verstärkt in Wohnungen eingebrochen, um Autoschlüssel zu entwenden. Rüter räumt aber auch eine große Grauzone mutmaßlichen Versicherungsbetrugs mit vorgetäuschten Straftaten ein: Bei einigen Versicherungen spreche man hier von jedem zehnten Diebstahl.
Lexus besonders beliebt
Bei den Banden stehen Hybrid-Fahrzeuge wie die von Lexus ganz oben auf der Lieferliste. Es folgen die schweren Gelände-Limousinen. Bei den Einzelmarken wird Porsche bevorzugt. Rüter sagt, in Litauen gäbe es richtige Märkte, auf denen gestohlene Fahrzeuge auseinandergenommen und neu zusammengebaut werden, um Spuren zu verwischen.
Auch das Bundeskriminalamt sieht im Wegfall der Grenzkontrollen 2008 in Osteuropa einen der Gründe für die Zunahme der Zahl der Autodiebstähle. Neben NRW leidet also das nahe liegende Ostdeutschland massiv unter dem Kriminalitätstrend.

09:05
Und wenn dann doch mal ein Osteuropäher erwiascht wird?
Was dann?
Unterbringung für einen gewisses Zeitfenster in einer unsere
Luxusherbergen für Straftäter mit Sport- und Freizeitprogramm?
Wirklich abschreckend.
23:44
Also doch am Besten wieder die Grenzen
gen Osten wieder schliessen.
Und das am allerschnellsten.
War schon immer meine Meinung, die
Grenzen zum Osten SCHLIESSEN.
20:08
Tjaaaa.....die Lösung wäre ja sinnvollerweise ermitteln, handeln und vorbeugen aber dafür müsste man Personal einsetzen. Dies wiederum kostet Geld, welches wir nicht haben also: Lassen wir alles beim Alten und die Versicherungsnehmer zahlen halt höhere Beiträge....so kommt der Staat und die EU doch gut davon.
Wollen wir mal wegen Begleiterscheinungen nicht kleinlich sein....wird schon nicht so schlimm
19:36
...als er meinte, dass in Deutschland zu wenig unternommen wird?
Es ist nämlich interessant, dass die Diebstähle von der Genzregion immer mehr sich in den Westen verlagern. Machen die zumindest in Ostdeutschland und Polen etwas richtig, was hier noch nicht angekommen ist?
Was die Behörden grenzüberschreitend links und rechts der Oder vollbringen scheint seine Früchte zu tragen, was folgendem Artikel zu entnehmen ist:
http://www.lr-online.de/nachrichten/brandenburg/Autoklau-an-Grenze-Problem-Nummer-eins;art25,3041473
Leider hat der Autodiebstahl bis zum Vorjahr auch dort weiter zugenommen.
Bevor man also die Grenzen wieder dicht macht (eigentlich der zweite Schritt), sollte man doch den vergessenen ersten Schritt (grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Behörden) nachholen.
Und überhaupt, was ist mit der Frontex? Man kann annehmen, die Autos werden nicht im kleinen und überschaubareren Litauen bleiben, sondern auch über die dortige EU-Grenze geschmuggelt.
Ich kann mir vorstellen, da gibt es noch sehr viel Spielraum um den Verbrecheroganisationen das Handwerk zu legen.
19:06
... die EU mit ihren tollen Vorgaben für die Bürger!
18:03
Wer soll da noch arbeiten, wenn ständig koordiniert wird etc.
Wenn es Banden sind, ist das ein Armutszeugnis für die Polizei.
17:36
Das sind die Folgen des ach so gelobten Schengen-Abkommen. Weil es ja so schön ist, dass man an der Grenze keinen Ausweis mehr vorzeigen muss. Und die Banden aus den Ostländern kommen vor Lachen nicht mehr in den Schlaf. Danke EU.
17:31
Grenzen zu und gut ist.
16:59
Zumindest in der Hinsicht sind die weiter als wir...
15:43
und wer mus büßen, der Versicherungsnehmer durch immer höhere Beiträge.