Aus dem Kosovo kommen kaum noch Flüchtlinge nach NRW

Wegen des enormen Andrangs mussten Asylsuchende in provisorischen Unterkünften in der Brügmannhalle in Dortmund bleiben. Der Flüchtlingsandrang aus dem Kosovo in die nordrhein-westfälischen Erstaufnahmeeinrichtungen Dortmund und Bielefeld ist vorläufig beendet.
Wegen des enormen Andrangs mussten Asylsuchende in provisorischen Unterkünften in der Brügmannhalle in Dortmund bleiben. Der Flüchtlingsandrang aus dem Kosovo in die nordrhein-westfälischen Erstaufnahmeeinrichtungen Dortmund und Bielefeld ist vorläufig beendet.
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Was wir bereits wissen
Im Januar sind 3034 Asylbewerber aus dem Kosovo nach NRW gekommen. Der Andrang hat sich jetzt gelegt. Durchschnittlich kommen 12 Asylsuchende pro Tag.

Arnsberg.. Der enorme Andrang von Flüchtlingen aus dem Kosovo in die nordrhein-westfälischen Erstaufnahmeeinrichtungen Dortmund und Bielefeld scheint beendet zu sein. Nach Angaben der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg ist aber der Zustrom Asylsuchender aus anderen Ländern weiter hoch und liegt auf dem Niveau von Ende 2014. In Spitzenzeiten seien in diesem Jahr täglich bis zu 1500 Menschen an den Erstaufnahmestellen angekommen. In der ersten Aprilhälfte waren es insgesamt 4964 Neuankömmlinge. Das entspricht einem Durchschnitt von nur noch 331 Bewerbern am Tag.

Zuwanderung Die Zahlen aus dem Kosovo seien nur noch marginal, sagte der Sprecher der Bezirksregierung, Christoph Söbbeler. Insgesamt kamen in der ersten Aprilhälfte 175 Kosovaren, durchschnittlich 12 am Tag. Zuvor seien Menschen offenbar Schleppern aufgesessen, die sie unter falschen Behauptungen zur Flucht überredet hätten. Die Anerkennungsquote sei in Deutschland sehr gering. Das habe sich herumgesprochen.

Der Leiter des Asylbewerberheims Burbach, Hubert Multhaup, berichtet von fiesen Tricks der Schlepper. Sie hätten offenbar damit geworben, dass es in Deutschland ein Begrüßungsgeld von einigen Tausend Euro gebe. Inzwischen seien solche Lügen im Kosovo bekannt. (dpa)