Auf Weihnachtsmarkt geflohener Häftling wird noch gesucht

Dichtes Gedränge unter dem Dom: Der Kölner Weihnachtsmarkt. Hier konnte der verurteilte Sträfling am Donnerstag seinen Betreuern entwischen.
Dichtes Gedränge unter dem Dom: Der Kölner Weihnachtsmarkt. Hier konnte der verurteilte Sträfling am Donnerstag seinen Betreuern entwischen.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Am Donnerstag entwischte ein psychisch kranker Häftling seinen Betreuern auf dem Kölner Weihnachtsmarkt. Doch warum bekam er überhaupt Freigang?

Köln.. Seit Donnerstag sucht die Polizei nach dem psychisch kranken Strafgefangenen Otto K. Der 63-Jährige hatte das dichte Gedränge auf dem Kölner Weihnachtsmarkt genutzt, um seinen Betreuern zu entwischen. Die Polizei warnt, dass er "insbesondere unter Alkoholeinfluss sehr aggressiv auftreten" kann. Bisher suchten die Beamten allerdings vergeblich nach dem Häftling.

"In den vergangenen Tagen gab es keine heiße Spur", sagt eine Sprecherin der Kölner Polizei. Ob K. sich noch im Großraum Köln aufhalte, sei unklar. Doch warum durfte ein verurteilter Straftäter überhaupt einen Ausflug auf den Weihnachtsmarkt machen?

Flucht Ziel ist die Resozialisierung

K. war laut Medienberichten im "Maßregelvollzug" für psychisch kranke Straftäter. Dieser sieht verschiedene Lockerungsmöglichkeiten vor.

„Das entscheiden Gutachten, die nach neuestem wissenschaftlichen Standards ausgeführt werden“, sagte Uwe Dönisch-Seidel, NRW-Landesbeauftragter für den Maßregelvollzug dem Kölner "Express". Demnach gibt es neben dem "Ausgang mit Aufsicht" auch einen "Ausgang ohne Aufsicht" oder sogar mehrere Tage Urlaub. Ziel sei dabei immer die Resozialisierung der Häftlinge. (we)