Anträge werden geprüft

Dinslaken..  Als die Pläne für eine Erweiterung der Deponie Wehofen öffentlich auslagen, landeten über 1300 Einwendungen bei der Bezirksregierung. Anwohner befürchten mehr Lärm und Staub und sprachen sich deshalb gegen die Erweiterungspläne von Thyssen-Krupp aus. Diese Einsprüche sollten gestern beim Erörterungstermin behandelt werden. Doch dazu kam es gar nicht.

Ein Anwalt, der viele Betroffene vertritt, warf der Bezirksregierung vor, nicht alle Informationen zur Verfügung gestellt zu haben. Er bemängelte auch, dass nicht frühzeitig eine Tagesordnung bekannt gegeben wurde. Somit sei eine sachgerechte Vorbereitung nicht möglich gewesen. Die Kritik gipfelte darin, dass der Versammlungsleiter als befangen abgelehnt und eine Vertagung gefordert wurde. Nach einer Beratungspause teilte die Bezirksregierung mit, dass man den Erörterungstermin unterbreche und die Anträge bis Montag, 1. Juni, prüfen werde.

Auf der Deponie will Thyssen-Krupp die bei der Stahlproduktion anfallende Schlacke entsorgen. Der Standort wäre ein Vorteil im hart umkämpften Stahlmarkt. Das Gelände gehört dem Konzern und liegt nur sechs Kilometer vom Stahlwerk im Duisburger-Norden entfernt.