Ärztekammer Westfalen-Lippe zieht Bilanz

Münster.. Ein Jahr nach der Einführung eines Patientenvertreters bei der Aufklärung von Behandlungsfehlern zieht die Ärztekammer Westfalen-Lippe am heutigen Montag eine erste Bilanz. Seit Juli 2014 können sich Patienten und Angehörige beim Patientenvertreter beschweren, wenn sie mit der Arbeit der Gutachterkommission der Ärztekammer nicht einverstanden sind. Die Kommission prüft auf Antrag, ob bei einer Behandlung ein Fehler des Arztes vorliegt. Damit soll ein Gerichtsverfahren vermieden werden. In der Ärztekammer Westfalen-Lippe sind rund 41 000 Ärzte aus dem Münsterland, Ostwestfalen, dem Sauerland und Teilen des Ruhrgebiets organisiert. Sie ist die viertgrößte Kammer ihrer Art in Deutschland. Bundesweit wurden 2013 bei 7922 Verdachtsfällen 2243 Behandlungsfehler anerkannt.