Achtung, falsche Polizisten!

An Rhein und Ruhr..  Ob sie Wertsachen in der Wohnung lagern? Ja, und wo denn genau – gut und sicher versteckt? Solche Dinge wollen die angeblichen Polizisten von den Angerufenen wissen. Aber Vorsicht! Die „Beamten“ sind nicht echt. Kriminelle versuchen NRW-weit derzeit verstärkt, ihre Opfer am Telefon auszuhorchen und sich ihr Vertrauen zu erschleichen. Gestern meldete die Polizei Versuche in Kempen am Niederrhein, Bonn und dem Sauerland. Zuvor hatte es Fälle in Hamm und im Kreis Steinfurt gegeben.

In der Regel dürfte es sich um Trickbetrüger handeln. In Bonn etwa kündigten die Anrufer das Eintreffen eines „Polizisten“ an, der die Wertsachen entgegennehme (wozu es nicht kam, weil die Angerufenen auflegten). Die Täter arbeiten mit allen Finessen. Sie berufen sich auf angebliche Ermittlungen und eine angeblich gehäufte Zahl von Einbrüchen im Umfeld des Angerufenen. In mehreren Fällen nutzten sie technische Möglichkeiten, die dafür sorgten, dass im Telefondisplay des Angerufenen sogar die Rufnummer der örtlichen Polizei aufleuchtete.

„Schändlich“ nennt Frank Scheulen vom Landeskriminalamt die Masche: „Die Kriminellen versuchen, das Vertrauen von vor allem älteren Menschen in die Polizei auszunutzen.“ Klar ist: Die echte Polizei führt solche Gespräche nicht am Telefon. Sollte man tatsächlich mal jemandem vor der Tür haben, bei dem man nicht sicher ist, ob es sich wirklich um einen Polizisten handelt, so rät Scheulen: Türe nicht öffnen, am Guckloch oder an der Türkette Dienstausweis zeigen lassen und bei der Polizei vor Ort nachfragen – „jeder echte Polizist wird für so einen Anruf Verständnis haben“.