76 Prozent waren nicht geimpft

An Rhein und Ruhr..  Ganz überstanden ist die Grippewelle in NRW noch immer nicht. „Aktuell trudeln noch einzelne Krankheitsmeldungen ein. Aber das klingt jetzt ab“, sagte Expertin Annette Jurke vom Landeszentrum Gesundheit (LZG). Vor allem aus dem westfälischen Raum waren zuletzt noch sporadisch Grippe-Fälle bekannt geworden.

Wissen muss man: Die Behörden registrieren nur die untersuchten und laborbestätigten Fälle. Die tatsächliche Zahl der Erkrankungen dürfte wesentlich höher liegen. Dass sich starke und milde Grippewellen abwechseln gilt als üblich. NRW darf damit im nächsten Winter auf einen eher milden Verlauf hoffen. Versprechen könne man das freilich nicht, betonte Infektiologin Jurke.

Nur zwei Komponenten griffen

Auffällig ist, dass in der jetzt abgelaufenen Saison, 76 % der Erkrankten nicht geimpft waren. „Eine Vielzahl von Erkrankungen hätte sicher vermieden werden können.“ Probleme gab es mit dem Wirkstoff. Nur zwei der drei Komponenten haben gegriffen. Das sei aber auch nicht ungewöhnlich: „Die Viren verändern sich sehr schnell.“ Dass 7 % der Erkrankten geimpft waren, müsse nicht unbedingt mit einem Versagen des Impfstoffes zu tun haben: „Es kann auch sein, dass sich manche Leute zu spät haben impfen lassen“, meinte Jurke.