74 Suizide von Polizisten in NRW seit 2002
27.01.2012 | 22:27 Uhr 2012-01-27T22:27:00+0100
Düsseldorf. In den vergangenen zehn Jahren haben sich in Nordrhein-Westfalen 74 Polizisten das Leben genommen. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage hervor.Die Gewerkschaft der Polizei nennt diese Zahl erschreckend und dramatisch.
In den vergangenen zehn Jahren haben sich in Nordrhein-Westfalen 74 Polizisten das Leben genommen. Das geht aus einer Antwort des NRW-Innenministeriums auf eine Anfrage des Mendener CDU-Landtagsabgeordneten Wolfgang Exler hervor. Im Jahr 2011 gab es demnach neun Suizide von Polizeibeamten. Die Zahl der Suizidversuche werde laut Ministerium nicht statistisch erfasst.
Eine Auswertung so genannter „WE-Meldungen“ (Meldung wichtiger Ereignisse) deute jedoch auf sieben Selbstmordversuche und –androhungen hin. CDU-Mann Wolfgang Exler, selbst ein Kriminaloberkommissar, spricht von einer „alarmierenden Anzahl, die fast einer Hundertschaft entspricht“. Bisher seien Selbstmorde von Polizisten ein Tabuthema, erstmals lägen nun belastbare Zahlen dazu auf dem Tisch. Laut Exler scheiden häufig Beamte an ihren Dienstorten und praktisch vor den Augen ihrer Kollegen aus dem Leben.
Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Frank Richter, nannte die Zahlen gegenüber dieser Zeitung „erschreckend und dramatisch“. Es sei seit längerem bekannt, dass die Suizidrate bei Polizeibeamten über der der Gesamtbevölkerung liege. Dennoch überrasche die Auskunft des Ministeriums. Laut GdP sind die Belastungen, denen Polizisten am Arbeitsplatz ausgesetzt sind, in den letzten Jahren immer größer geworden.
07:31
Na, wo sind denn jetzt die Schlaumeier, die stetig aufjaulen, wenn von anderen Bevölkerungsgruppen Straftaten mit Waffen begangen werden. Wo sind denn jetzt die Klugscheißer, die die Abschaffung der Waffen bei der Polizei fordern? Ganz abgesehen davon, dass die überwiegende Anzahl der Straftaten mit nicht regristrierten Waffen erfolgt, ist die Gemeinde der Neider und Besserwisser doch stets sehr aktiv, wenn es daraum geht, die Jägerschaft wegen des erlaubten Waffenbesitzes zu verunglimpfen. Hier sind nur die Selbstmorde, und ich finde zu Recht beklagt, was ist mit den vielen Beziehungstaten, in denen Polizeibeamte mit der Dienstwaffe Tötungsdelikte begehen. Davon spricht niemand. Warum wohl? Und noch ein paar Worte zu der "enormen Überlastung". Was haben die Damen und Herren denn geglaubt, als sie den Entschluss gefasst haben zur Polizei zu gehen? ihre Aufgabe beschränke sich lediglich auf die arrogante und selbstherrliche Maßregelung der nomalen Verkehrsteilnehmer, die bei jedem noch so nichtigen Anlass zur Kasse gebeten werden? Das gleiche trifft für die Berufssoldaten zu, die sich in den Medien oft recht marzialisch fotografieren lassen, und wenn dann aber die erste Kugel pfeift sofort berufsunfähig werden und sich über Jahre in psychologische Behandlung begeben. Wohlgemerkt, diese Damen und Herren sind ebenfalls Freiwillige, die offenbar geglaubt haben ihre militärische Laufbahn wird durch Auslandsaufenthalte mit doppeltem Sold vergütet, und ihre Aufgaben erstrecken sich auf das Wattebauschwerfen im Feldlager!
16:02
Die Zahl der Selbstmorde ist im Zusammenhang mit Polizisten lediglich dazu da, um für eine bestimmte Gruppe Ziele zu erreichen. Jeder Selbstmord ist zuviel, wenn man jedoch analysieren will, ob Polizisten besonders gefährdet sind, so muss man auch ehrlicherweise die Anzahl bestimmten Ursachen zuordnen. Ich kenne z.B. eien Polizistenselbstmord, der ausschließlich als Ursache private Probleme mit dem Ehepartner hatte. Private Ursachen gehören nicht in eine derartige Statistik, es sei denn, man will mit Pauschalaussagen bestimmte eigene Ziele erreichen. Wie heißt es unter Statistikern: Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.
23:27
es tut mir natürlich leid für die Familien der Beamten.Aber laut statistik gab es allein 2006 ca.1900 suizide in NRW.Frage mich wo da die statistisch hohe bedeutung der Selbstmorde von Polizisten versteckt ist?Wird diese nach dem Berufszweig ausgewertet?
21:08
http://www.tagesspiegel.de/berlin/landespolitik/eskalation-am-wochenende-innensenator-henkel-entsetzt-wegen-linksextremer-randale/6125716.html
21:35
Suizid und Mobbing. Themen die in Polizeireihen konsequent ausgeklammert werden. Themen, die nicht mit den Belangen der Polizei einhergehen. Wie sagte noch ein Polizeiarzt zu einem Beamten, welchewr sich wegen Mobbingvorwürfen an ihn wandte? -Zitat: In der Polizei gibt es kein Mobbing, vielleicht innerbetriebliche Störungen.- Geht ein junger Beamter der einige Bevörderungsmöglichkeiten bis zum Endamt in Aussicht hat, gegen Vorgesetzte vor, welche Schinkane und Bossing betreiben, er bekommt die Konsequenzen in negativen Beurteilen seiner Person zu spüren. Im weiteren Verlauf sind es dann offiziell "private Gründe" die zu den Suiziden führen. Diese Scheinheiligkeit in den Führungsreihen ist nicht zu toppen. Mein MItgefühl gilt hier den Hinterbliebenen egal ob Polizist oder sonst wer.
21:12
wer so schreibt,stellt sich geistig und charakterlich selbst in frage.
21:08
respekt #17,ich denke nicht das es an der verfügbar der dienstwaffe liegt,denn wer sich das leben nehmen will,findet immer einen weg,egal wie.ich denke eher daran das es ich sage dies mit aller vorsicht und einem fragecharakter damit man nicht meint,ich spiele oberlehrer;vielleicht weil es oft eine überforderung gibt wie überstunden usw.dann ein faktor welcher nicht unterschätzt werden sollte;polizeibeamte alleine gelassen werden von vorgesetzten(oft auch hier von deren oberen wieder) und der politik.wie sonst soll man sich die permanenten angriffe erklären ob die beamten vielleicht nicht korrekt zwischen deutschen und nichtdeutschen mitbürgern unterscheiden?ich denke mal das es in erster lienie darum geht eine straftat zu verhindern oder aufzuklären,unabhängig von der herkunft der straftäter.selbst wenn mal ein lauter ton kommt,oder sich frust zeigt,sollte man nie vergessen;die polizei ist der prellbock von denen welche meinen gesetze erlassen zu können wo die polizei und es sind auch menschen zum freiwild von straftätern werden.
18:29
Die hohe Suizidrate dürfte vor allem auf die Verfügbarkeit einer Dienstwaffe zurückzuführen sein.
18:19
Das ist sicher eine erschreckende Zahl aber wieviele Hartz IV Empfänger, Zeit- und Leiharbeiter haben in dieser Zeit auch Selbstmord begangen?
Und an all dem ist nur einer Schuld:
Unser Staat!
Er zwingt die Polizei zur Durchsetzung von Gesetzen, die auch der einzelne Polizist häufig selbst nicht nachvollziehen kann.
Er zwingt die Arbeitlosen zur Aufnahme von Tätigkeiten zu Sklavenlöhnen.
Dieser Staat hat sich von einer einstmals blühenden Demokratie in eine Parteiendiktatur entwickelt, die den Bürgern und auch seinen Beamten Lebens- und Verhaltensweisen aufoktruiert, mit der sie einfach nicht mehr klar kommen!
14:48
Jeder Suizid ist einer zuviel, egal bei welcher Berufsgruppe oder welcher Einzelperson!!
Man kann sich gar nicht vorstellen, was für Schicksale den Einzelnen zu dieser Extrementscheidung führen mag...
Allerdings scheint mir dieser Artikel insgesamt etwas aus dem Kontext gerissen, da nirgendwo geschrieben steht, wieviel Suizide z.B. bei Ärzten, Krankenschwestern, Feuerwehrleuten etc. erfasst werden..
Und an Nr.2 "Hausmeister":
Gratulation!!
Ich habe schon lange nicht mehr so einen unglaublich dümmlichen Kommentar gelesen wie den Ihrigen!!
Tat das sehr weh beim Schreiben?
Manchmal frage ich mich wirklich, nach welchen Kriterien die WAZ-Redaktion hier Kommentare löscht, da dieser in der Tat für jeden Polizisten beleidigend ist und die freie Meinungsäußerung hier doch deutlich an ihre Grenzen stößt!