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73 Minuten Fahrzeit im Auto von Bottrop nach Essen

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Über 700 Räumfahrzeuge waren im Einsatz, um die Straßen in NRW vom Schnee zu befreien.Foto: Manuela Schwerte / WAZ FotoPool

Wie stark sich Autofahrer am Dienstagmorgen in Geduld üben müssen, geht aus den Verkehrsdaten des Navigations-Dienstleisters TomTom hervor: Als schwerwiegendeste Störungen meldete TomTom gegen 9 Uhr im Rhein-Ruhr-Raum die B224  von Gelsenkirchen nach Essen-Karnap: Für 8,1 Kilometer mussten Autofahrer dort 73 Minuten Fahrzeit kalkulieren. Auf der A52 zwischen Essen-Ost und dem Kreuz Breitscheid waren es zeitweilig 62 Minuten für 15,4 Kilometer. Insgesamt meldete der Staudienst zum Berufsverkehr am Morgen alleine im Großraum Essen 176 Störungen; berechnet aus den Daten aller Straßen. Im Raum Köln wurden 138 Störungen angezeigt, in Düsseldorf sogar fast 170. Am späten Morgen hatte sich die Lage dann weitgehend entspannt.

Auch der Öffentliche Personen-Nahverkehr leidet unter der Verkehrslage auf den Straßen: Bis zu 30 Minuten Verspätung meldet die Essener Evag auf ihren Bus- und Bahnlinien. Aktuell fahren zwei Linien ihre Strecke nicht komplett durch - weil die Busse die Steigungen dort nicht packen. Ansonsten hängt der Bus- und Bahnverkehr in den Seilen, weil die Straßen voll mit anderen Fahrzeugen sind: "Auf 80 Prozent unseres Liniennetzes teilen wir uns die Straßen mit den Autos", sagte ein Evag-Sprecher.

Auch Winterreifen schützen nicht vor Bus-Verspätungen

Bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft DVG warnt man seine Fahrgäste schon mal vor: "Auch in den nächsten Tagen muss man mit Verspätungen rechnen", sagte Sprecher Helmut Schoofs am Dienstag. Weil das Schnee-Wetter uns erhalten bleiben soll. Verspätungen bis zu 50 Minuten werden von einigen der Bus-Linien in Duisburg und Umgebung am Morgen gemeldet. Der Grund auch dort: "Die vollen Straßen", sagte Schoofs. Auch auf den drei Straßenbahnlinien in der Stadt ist der Fahrplan derzeit mehr Wunsch als Wirklichkeit: 20 bis 25 Minuten Verspätungen meldet die DVG aktuell.

Während der Nahverkehr am Niederrhein am Montag noch weitgehend verschont blieb vom Schnee, hat der Winter nun auch diese Region erfasst. Folge: Niag-Sprecherin Beate Kronen meldet "starke Verspätungen bis 40 Minuten in den Kreisen Wesel und Kleve und im Duisburger Umland, obwohl alle Busse mit Winterreifen ausgerüstet seien. Die Vestischen Verkehrsbetriebe in Herten haben vor allem in Bottrop Schwierigkeiten mit dem Fahrplan. Busse fahren bis zu eine Stunde verspätet. Und die Schnellbus-Verbindung SB24 zwischen Recklinghausen und Dortmund-Mengede wird ihrem Namen angesichts der Straßenlage nicht gerecht.

Unterdessen spricht man bei der Bochumer Bogestra nur von "leichten Verspätungen", im gesamten Stadtgebiet. Um die zehn Minuten würden Busse und Bahnen sich verspäten. Schwierigkeiten gebe es besonders in den hügeligen Teilen des Streckennetzes, also im Bochumer Süden, im Raum Hattingen und Witten. Bogestra-Sprecherin Sandra Bruns versichert aber, wie alle anderen Verkehrsgesellschaften auch: "Wir bedienen derzeit alle unsere Linien".

Winter

Kommentare
16.01.2013
15:24
700 Räumfahrzeuge kämpfen gegen Schnee und Glatteis
von Spatenklopper | #52

Wir hatten heute in der Firma eine Anlieferung aus den Niederlanden, erste Frage vom Fahrer " Habt ihr hier keinen Räumdienst?"

Im weiteren Gespräch...
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7483332
700 Räumfahrzeuge kämpfen gegen Schnee und Glatteis
700 Räumfahrzeuge kämpfen gegen Schnee und Glatteis
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http://www.derwesten.de/region/ueberraschung-in-weiss-id7483332.html
2013-01-15 15:45
Winter,Schnee,Wetter,Verkehr,Autobahn,Räumdienste
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