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67,5-Minuten-Stunde - In Velbert seit zwei Jahren ein Erfolg

15.08.2012 | 06:34 Uhr
67,5-Minuten-Stunde - In Velbert seit zwei Jahren ein Erfolg
Ab kommenden Mittwoch gibt es am Nikolaus-Ehlen-Gymnasium einheitlich nur noch die 67,5-Minuten-Unterrichtsstunde.

Velbert.  Eine Schulstunde, die genau 67,5 Minuten dauert - das klingt zunächst absurd. Ist es aber nicht, denn immer mehr Schulen satteln um, von der normalen Schulstunde auf die Langstunde. Das Nikolaus-Ehlen-Gymnasium in Velbert hat das System vor zwei Jahren eingeführt. Vieles ist seitdem besser geworden.

Immer mehr Schulen in der Region stellen ihren Unterrichtsmodus von der traditionellen 45-Minuten-Stunde auf die 67,5-Minuten-Langstunde um. Die Realschule in Herne-Sodingen beginnt am kommenden Mittwoch. Am Nikolaus-Ehlen-Gymnaisum in Velbert ist das längst Geschichte. Zum Schuljahr 2010/11 ist das System eingeführt worden, in Kooperation mit dem benachbarten Geschwister-Scholl-Gymnasium.

„Der Schulalltag ist wesentlich ruhiger geworden“, beschreibt Werner Schuhmacher-Conrad, Leiter des Nikolaus-Ehlen-Gymnasiums, seine Erfahrungen mit der 67,5-Minuten-Stunde, „denn es gibt nur noch vier bis fünf Fächer pro Tag.“ Im Physik-Unterricht, nennt er ein Beispiel, könnten seitdem etwa Versuche durchgeführt und im Anschluss daran besprochen werden. In 45 Minuten war das nicht möglich.

Willkommene Abwechslung zum Frontalunterricht

 Hinzu kommt, dass auch andere Unterrichtsformen wie Still- oder Gruppenarbeiten zum Einsatz kommen können – eine willkommene Abwechslung zum Frontalunterricht, auch „Lehrermonolog“ genannt. Zudem werde die Aufmerksamkeitsspanne der Fünft- und Sechstklässler nicht überstrapaziert.

Geboren ist die Idee der Langstunde als Reaktion auf das verkürzte achtjährige Gymnasium (G8). „Mehr Unterricht bedeutet auch mehr Bücher“, fasst Schuhmacher-Conrad zusammen, „und bei sieben Fächern kommt da einiges zusammen.“ Es ist einer der Gründe, warum die Eltern der Schüler schon von Anfang an eine Systemumstellung befürworteten. Lehrer und Schüler hatten größere Zweifel.

„Insbesondere Lehrer in den Nebenfächern sahen ein Problem darin, wenn ihr Fach nur noch einmal pro Woche unterrichtet wird“, so der Schulleiter. Da sei viel über Fremdsprachen und das Lernen von Vokabeln gesprochen worden, aber auch über Geschichte, Biologie und andere Fächer.

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Kommentare
15.08.2012
09:46
67,5-Minuten-Stunde - In Velbert seit zwei Jahren ein Erfolg
von maped | #4

Ab der 65 Minute wird eingepackt, falls der Pauker noch redet , dann gibt es eine Bossschelle vom Schüler und gut ist ;o Mittagsschicht nervt.

15.08.2012
09:14
67,5-Minuten-Stunde - In Velbert seit zwei Jahren ein Erfolg
von Unverkennbar | #3

Was soll eigentlich diese krumme Zahl? Wer zählt denn dann die letzten 30 Sekunden ab?

1 Antwort
67,5-Minuten-Stunde - In Velbert seit zwei Jahren ein Erfolg
von Pase_Lacki | #3-1

"Was soll eigentlich diese krumme Zahl? "

Artikel nicht gelesen? Da wird es nämlich erklärt.

"Wer zählt denn dann die letzten 30 Sekunden ab?"

Wieso sollte jemand das abzählen? Gab es zu Ihrer Zeit in der Schule keinen Gong, der nach 45 Minuten die Stunde beendete? Und nun gongt es eben nach 67,5 Minuten. Was ist denn daran nicht zu verstehen?

15.08.2012
09:14
67,5-Minuten-Stunde - In Velbert seit zwei Jahren ein Erfolg
von Black123 | #2

"Hinzu kommt, dass auch andere Unterrichtsformen wie Still- oder Gruppenarbeiten zum Einsatz kommen können" ...............*würg*

2 Antworten
67,5-Minuten-Stunde - In Velbert seit zwei Jahren ein Erfolg
von woup | #2-1

Was für ein unfassbar unqualifizierter Kommentar.

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2-2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

15.08.2012
07:38
Warum wird im Bildungsbereich
von meigustu | #1

genau das Gegenteil von dem gefordert was in anderen Bereichen das Ideal ist. - Konkurrenz.

Wir brauchen keine landes- oder gar bundesweit einheitliche Organisationsforemen. Was an einem Gymnasium im Speckgürtel von Düsseldorf gut ist, muss noch lange nicht an jeder anderen Schulen passen. Gerade die gespaltenen Erfahrungen mit G8 zeigen doch, dass es unterschiedlichen Bedarf gibt.

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