480 000 Euro Erbe: Kirche kommt Pflichten nicht nach

Duisburg..  Eine Frau aus Kleve, die im August 2012 in einem Duisburger Altenheim verstarb, hat drei kirchlichen Stellen insgesamt 480 000 Euro vermacht – und als alleinige Erben waren diese Stellen mit der Beerdigung und der Grabpflege beauftragt. Ihre Angehörigen, elf Neffen und Nichten, gingen leer aus. Doch die kirchlichen Erben kamen lange nicht für die Grabpflege auf.

Zwei Neffen der Verstorbenen organisierten die Bestattung in Kleve. Die Kosten für die Beerdigung beglichen sie mit Geld vom Konto ihrer Tante. Auch am Grab passierte nichts. Mehr noch: Die Verwandten bekamen eine Mahnung der katholischen Gemeinde. Sie sollten das Grab in einen „ordnungsgemäßen Zustand“ bringen. Nach einer zweiten Mahnung drohte die Klever Gemeinde mit Klage. Daraufhin ließen die Angehörigen das Grab herrichten. Die Kosten von 453 Euro trugen sie selbst und klagten gegen den Apostolischen Stuhl. Und plötzlich scheint Bewegung in den Fall zu kommen. Das Bistum werde die 453 Euro erstatten und die Grabpflege übernehmen, so ein Sprecher.