21-Jähriger lieferte sich kuriose Verfolgung mit Polizei

In Lünen lieferte sich ein Kamener eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei.
In Lünen lieferte sich ein Kamener eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Ein Kamener lieferte sich bei einer Verfolgungsjagd gleich mehrere Dummheiten. Es begann damit, dass er einem Streifenwagen die Vorfahrt nahm.

Lünen.. "Dumm gelaufen" - wenn die Pressestelle der Polizei zu dieser Formulierung greift, dann muss einiges im Argen liegen. Im aktuellen Fall geht es um einen Mann aus Kamen, der in der Nacht zu Sonntag ausgerechnet einer Polizeistreife die Vorfahrt genommen hat. Und das war nur der Auftakt zu einem Feuerwerk der Dummheiten.

Ein 21 Jahre alter Autofahrer aus Kamen hätte seinen Wagen wirklich besser stehen lassen sollen. Denn folgende falsche Entscheidungen traf der junge Mann in den frühen Morgenstunden am Sonntag, die ihn fast Kopf und Kragen gekostet hätten:

  1. Um kurz vor 1 Uhr nahm der Mann einem Streifenwagen die Vorfahrt. Der Beamte am Steuer musste voll in die Eisen gehen, um einen Unfall auf der Borker Straße zu verhindern.
  2. Anstatt anzuhalten und sich den Polizeibeamten gleich zu stellen, fuhr der Kamener weiter - "völlig unbehelligt und mit hoher Geschwindigkeit", wie eine Sprecherin der Polizei Dortmund am Sonntag mitteilte. Selbstverständlich nahmen die Beamten die Verfolgung des jungen Mannes auf.
  3. Der dritte Fehltritt: Der Kamener ignorierte sämtliche Anhaltesignale des Streifenwagens und ...
  4. ... hielt sein Auto in der Altstadtstraße an, um zu Fuß zu fliehen. An dieser Stelle dürfte der Verkehrssünder kurzzeitig Hoffnung geschöpft haben, dass er aus der Nummer doch noch raus kommen könnte - denn die Beamten hatten ihn aus den Augen verloren. Der Kamener zog Brille und Shirt aus und setzte seine Flucht fort - die auf der Borker Straße endete. Dort schnappten die Polizisten den Mann, und als sie ihn durchsuchten, fanden sie das Shirt, die Brille und die Schlüssel zu seinem Wagen.
  5. Unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln ein Fahrzeug zu führen, ist grundsätzlich eine sehr schlechte Idee. Im Falle des jungen Kameners erst recht. Die Beamten ordneten eine Blutprobe an, weil sie den Verdacht hegten, dass er vor seiner wilden Fahrt Drogen genommen hatte.
  6. Und als die Beamten nach seinem Führerschein fragten, wurde der Vorfall vollends zur Farce, denn den konnte er nicht vorzeigen. Weil er ihm längst entzogen war.

Um 2.30 Uhr am Sonntagmorgen durfte der 21-Jährige dann die Wache verlassen.