17-Jähriger ertrinkt in Siegener Naturfreibad

Schon wieder ein Badetoter in Nordrhein-Westfalen: Im Naturfreibad von Siegen ist ein 17 Jahre alter Jugendlicher ums Leben gekommen. Er ist der fünfte Tote bei einem Badeunfall in NRW innerhalb weniger Tage.

Siegen.. Nach Polizeiangaben war der Junge aus dem rheinland-pfälzischen Kirchen am Freitag mit einer 13-jährigen Bekannten zum Schwimmen in den Siegener Stadtteil Seelbach gekommen. Als das Mädchen den Jugendlichen auf dem Gelände aus den Augen verloren hatte, nahm sie zunächst an, ihr Begleiter sei bereits nach Hause gegangen. Sie vertraute sich später ihren Eltern an, die die Angehörigen des Jungen alarmierten. Am frühen Samstagmorgen fanden Rettungstaucher die Leiche des 17-Jährigen im trüben Wasser des Weihers. "Wir gehen derzeit davon aus, dass er ertrunken ist", sagte ein Polizeisprecher.

Insgesamt vier Menschen waren bereits am Donnerstag bei Badeunfällen in Nordrhein-Westfalen ums Leben gekommen. Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) ruft dazu auf, nur in bewachten Gewässern zu baden. Ihren Angaben nach spielt bei Badeunfällen häufig Leichtsinn eine Rolle. Oft überschätzten Menschen ihr eigenes Können. An Badeseen gebe es besondere Gefahren, da dort meist große Temperaturunterschiede herrschten und das Gewässer abrupt tiefer werden könne. Wenn der Grund bewachsen ist, könne man sich außerdem in den Pflanzen verfangen.

Im vergangenen Jahr starben laut DLRG 392 Menschen beim Baden in Deutschland, die meisten in Flüssen und Seen.