166 Flüge wegen Streiks am Düsseldorfer Flughafen gestrichen
10.03.2013 | 14:44 Uhr 2013-03-10T14:44:08+0100
Düsseldorf. Die Gewerkschaften fordern bis zu 30 Prozent mehr Lohn für die Sicherheitsbranche in NRW - und erhöhen mit den ganztägigen Arbeitsniederlegungen an den Airports den Druck auf die Arbeitgeber. 166 Flüge in Düsseldorf gestrichen.
Flugreisende müssen sich am Montag am Düsseldorfer Flughafen wegen eines ganztägigen Streiks des Sicherheitspersonals auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Wie die Gewerkschaft Verdi am Sonntag mitteilte, wurden die Beschäftigten der Fluggast-, Personal- und Warenkontrolle aufgerufen, von 4 bis 24 Uhr die Arbeit niederzulegen.
Daher sollten sich alle Passagiere, die einen Flug ab Düsseldorf geplant haben, vor ihrer Anreise zum Airport unbedingt bei den Fluglinien, Reiseveranstaltern oder auf der Homepage von Düsseldorf International über ihren Flugstatus zu informieren. Passagiere werden darüber hinaus gebeten, weitestgehend auf Handgepäck zu verzichten, um die Sicherheitskontrollen zu beschleunigen.
Gewerkschaft fordert bis zu 30 Prozent mehr Lohn
Die Fluggesellschaften haben bereits 166 (136 Abflüge, 30 Ankünfte) von ursprünglich 593 geplanten Flügen gestrichen. Der Flughafen rechnete mit insgesamt 53.200 Fluggästen, davon etwa die Hälfte abfliegende Passagiere. Außerdem bleiben die Besucherterrassen auf Grund des Streiks geschlossen.
"Solange kein neues Angebot auf dem Tisch liegt, haben wir nur die Wahl, maximalen Druck zu erzeugen", erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Becker zur neuerlichen Streikaktion. Die Ausweitung der Streiks sei die Antwort der Beschäftigten auf die starre Haltung der Arbeitgeber. Die Gewerkschaft erwarte "einen Tarifabschluss vor den Osterferien", sagte Becker.
Verdi fordert für die 34.000 Beschäftigten der Branche in Nordrhein-Westfalen Lohnerhöhungen von bis zu 30 Prozent, umgerechnet zwischen 2,50 und 3,64 Euro. An den Flughäfen liegt der Lohn laut Verdi zwischen 8,23 und 12,36 Euro. Für die Beschäftigten der untersten Lohngruppe bieten die Arbeitgeber laut Becker bisher lediglich 40 Cent mehr an.
Bisher sieben Streiks in Düsseldorf und Köln/Bonn
Seit Januar wurden der Düsseldorfer Flughafen dreimal und der Flughafen Köln/Bonn insgesamt viermal bestreikt. Zuletzt hatte das Sicherheitspersonal in Köln/Bonn am Freitag die Arbeit niedergelegt. Durch den siebten Streiktag der Passagier-Kontrolleure in Nordrhein-Westfalen ist jeder dritte Flug ausgefallen. Nach Angaben des Airports wurden 70 der mehr als 200 geplanten Flüge gestrichen. "Wir wollen vor Ostern einen Tarifabschluss erreichen und legen nun noch einmal ein bisschen zu", sagte Verdi-Sprecher Günter Isemeyer.
Erst Schnee, jetzt das: Passagiere müssen wegen des Streiks von Sicherheitsmitarbeitern an den Flughäfen Köln und Düsseldorf mit etlichen Flugausfällen rechnen. Ein Experte für Reiserecht erklärt, was Betroffene jetzt wissen müssen.
In dem Tarifkonflikt stehen sich Verdi und die im Bundesverband der Sicherheitswirtschaft vereinigten Arbeitgeber der privaten Sicherheitsbranche gegenüber, die auch die sogenannten Flugsicherheitsassistenten beschäftigen. Diese sind an Flughäfen im Auftrag der Bundespolizei für Passagier- und Gepäckkontrollen zuständig. (dpa/dapd)

09:18
@rudizehner, fuffzigpfennig und all die anderen die nur starr geradeaus blicken, ohne das Ganze betrachten zu wollen oder gar zu können.
verdi oder gar Gewerkschaften als "Nervensägen" zu bezeichnen zeugt von einem Wissen in Geschichte, das gen NULL tendiert, aber das habe ich ja schon vorher erläutert.
Momentan wird am Flughafen gestreikt, aber wir haben hier in Deutschland doch ein generelles Problem. Die Masse erhält nicht mehr den Lohn, den sie eigentlich verdient. und findet sich in Arbeitsverhältnissen wieder, die im übertragenen Sinne schon an die Bedingungen zu Kaiserszeiten erinnern lassen. Es wird immer über zu geringe Renten, erst Recht in der Zukunft, gewarnt, aber woran liegt das denn? Auch hier sind die Niedriglohn-Auswüchse schuld. Würden angemessene Gehälter bezahlt, würde sich dieses Problem erst gar nicht ergeben. bei einem Gehalt von 1000 € Brutto werden insgesamt 189 eingezahlt, ibeträgt das Gehalt aber 2000 € brutto sind es schon 378 €!
06:57
Lieber rudizehner!
Ihr Kommentar vom 11.03. 09:36 ist eine bodenlose Frechheit! Der Streik ist das einzige legitime Mittel mit dem Arbeitnehmer auch heute noch Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen / Löhnen und Gehältern Nachdruck verleihen können. Aber genau solche Kommentare wie Ihrer zeigen aber den Charakter vieler Deutscher heutzutage auf:
Mir gefällt die Situation nicht, wir müssen was dagegen tun, aber behindert mich bloß nicht in meinem täglichem Leben. Ich möchte nicht das deswegen Flüge ausfallen, die Bahn nicht fährt und ... Aber genau da ist ja der Sinn und Zweck eines Streiks. Er muss weh tun - Was würde er denn sonst bringen.
Hätten Sie, wir alle, auch die "Steikhasser", den heutigen Lebensstandard erreicht, wenn uns unsere Urgroßeltern, Großeltern und Eltern um 1900 nicht all dieses mit Streiks erkämpft hätten?! Hierdurch erlangten wir unsere Lebensqualität, Darüber bitte mal nachdenken, bevor Sie Leute verunglimpfen!
Der Weg zu unserem Lebensstandard war steinig und schwierig, und er wird es wieder werden, da es sich andeutet, wo unsere Gesellschaft hindriftet!
Sie sehen anscheinend nur die 30% Forderung! Unrealistisch für Sie!
Aber was steckt denn dahinter, ist Ihnen denn überhaupt bekannt, was dort verdient wird? Da spielt es keine Rolle ob dort ein "Hilfsschüler", dieser Meinung sind Sie, wie ich Ihrem Kommentar entnehmen muss, oder ein gebildeter Mensch steht.
Die Mehrzahl der Beschäftigten liegt in der untersten Lohngruppe von ca 8 €/Std, so mit würde eine 30% Erhöhung ca. 2,40 € entsprechen, und das BRUTTO!
Bei einem Monats-Soll von 172 Stunden wäre das eine Steigerung von ca 1370 auf ca 1790 €! Netto bleibt dem "Hilfsschüler" (Stkl I, keine Kinder) momentan damit ca 1020 €, anschließend, wenn die Forderung erfüllt wird ca 1250 € Und damit muss er sich eine Wohnung in Flughafennähe leisten und auch sonst noch sein Leben meistern.
Mal sehen, wann das wieder gelöscht wird!
13:25
@cappu1603
Was im benachbarten Ausland 2 Personen an der Sicherheitschleuse schaffen, dafür stehen hier vier Personen mit den Händen in den Taschen. Nicht alle (ich will nicht denjenigen zu nahe treten, die ihren Job gut machen), aber die überwiegende Menge darf ich Woche für Woche so sehen.
Und bei dem, was ich schon (versehentlich) im Hangepäck unbehelligt mit ins Flugzeug geschleppt habe, kann man von Sicherheit nicht wirklich sprechen. Kein Wunder, wenn von der ganzen Kolonne keiner auf den Monitor guckt.
Sicherheit stelle ich mir als Fluggast anders vor...
13:24
Richtig, zeigt den Sklavenhändlern eure Krallen!
11:15
@ #6 rudizehner
Ja klar, da Beamte auch für 8 -12 € arbeiten gehen würden. Einige machen sich hier lächerlich, dass fast schon Fremdschämen angesagt ist.
Die Leute vom Sicherheitsdienst arbeiten dort auch an Wochenenden und Feiertagen in Schichten. Und sie müssen die Sicherheit in den Flugzeugen sicherstellen, das bedeutet vollste Konzentration über die komplette Zeit. Aber das können sich die Meckerer vermutlich gar nicht vorstellen.
09:36
Mir gehen diese Typen in ihren orangen verdi-Mülltüten mit dem Argument "Trillerpfeife" langsam mächtig auf die Nerven.
Merken die eigentlich nicht, wie blödsinnig eine Forderung von 30% (i.W. dreissig!) eigentlich ist? Und das für Leute, die lediglich angelernt sind, keinen Schulabschluss oder Lehre brauchen. Da fühlt sich jeder Arbeitnehmer verarscht,
Schmeisst die Leute raus und setzt wieder Beamte auf die Posten, damit unbeteiligte Fluggäste nicht weiter als Geiseln dieses Mobs genommen werden.
30% ist sicher viel. Aber wenn ich einen Stundenlohn von vielleicht 5€ habe kann ich kaum davon leben, egal wie viel Schulabschlüsse ich habe oder nicht habe.
Das ist ja wohl totale gequirlte S C H E I ß E:
"Schmeißt die Leute raus und setzt wieder Beamte auf die Posten, damit unbeteiligte Fluggäste nicht weiter als Geiseln dieses Mobs genommen werden."
Und hier dann der Schrei nach dem Staat der regelnd eingreifen soll.
das is nun mal so seit Jahrzehnten....die Gewerkschaften fordern das Maximum, die Arbeitgeberverbände fordern das Minimum und treffen tut man sich meist unterhalb der Mitte. So geht Handeln nunmal.... Auch wenn ich es auch als ärgerlich empfinde, zumal ich diese Woche Besuch aus Spanien erwarte die eigentlich in DUS ankommen sollten. Aber naja kann man nix gegen machen und eine Lohnerhöhung is doch nie schlecht, um so mehr Geld die Leute bekommen (also die Masse, nicht nur der Chef) umso mehr Geld kommt auch wieder im Umlauf.
rudizehner der Sprächer von der 10 Cent Hirnfraktion....
Lieber rudizehner!
Ihr Kommentar vom 11.03. 09:36 ist eine bodenlose Frechheit! Der Streik ist das einzige legitime Mittel mit dem Arbeitnehmer auch heute noch Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen / Löhnen und Gehältern Nachdruck verleihen können. Aber genau solche Kommentare wie Ihrer zeigen aber den Charakter vieler Deutscher heutzutage auf:
Mir gefällt die Situation nicht, wir müssen was dagegen tun, aber behindert mich bloß nicht in meinem täglichem Leben. Ich möchte nicht das deswegen Flüge ausfallen, die Bahn nicht fährt und ... Aber genau da ist ja der Sinn und Zweck eines Streiks. Er muss weh tun - Was würde er denn sonst bringen.
Hätten Sie, wir alle, auch die "Steikhasser", den heutigen Lebensstandard erreicht, wenn uns unsere Urgroßeltern, Großeltern und Eltern um 1900 nicht all dieses mit Streiks erkämpft hätten?! Hierdurch erlangten wir unsere Lebensqualität, Darüber bitte mal nachdenken, bevor Sie Leute verunglimpfen!
... Der Weg zu unserem Lebensstandard war steinig und schwierig, und er wird es wieder werden, da es sich andeutet, wo unsere Gesellschaft hindriftet!
Sie sehen anscheinend nur die 30% Forderung! Unrealistisch für Sie!
Aber was steckt denn dahinter, ist Ihnen denn überhaupt bekannt, was dort verdient wird? Da spielt es keine Rolle ob dort ein "Hilfsschüler", dieser Meinung sind Sie, wie ich Ihrem Kommentar entnehmen muss, oder ein gebildeter Mensch steht.
Die Mehrzahl der Beschäftigten liegt in der untersten Lohngruppe von ca 8 €/Std, so mit würde eine 30% Erhöhung ca. 2,40 € entsprechen, und das BRUTTO!
Bei einem Monats-Soll von 172 Stunden wäre das eine Steigerung von ca 1370 auf ca 1790 €!
Netto bleibt dem "Hilfsschüler" (Stkl I, keine Kinder) momentan damit ca 1020 €, anschließend, wenn die Forderung erfüllt wird ca 1250 € Und damit muss er sich eine Wohnung in Flughafennähe leisten und auch sonst noch sein Leben meistern.
Doch, ich habe etwas Wahres an Ihrem Kommentar gefunden:
".... Da fühlt sich jeder Arbeitnehmer verarscht."
Stimmt, aber in Ihrem Kommentar muss ich das aus den Kontext ziehen:
Jeder Arbeitnehmer fühlt sich durch Ihren Kommentar verarscht, wenn nicht gar beleidigt
@ rudizehner: Ignorieren Sie den Druck auf die Tränendrüse da über mir ruhig, Sie haben vollkommen Recht! Sich ungerecht bezahlt fühlen ist das eine, mit seinem Streik Unbeteiligte in Geiselhaft zu nehmen und ihnen enorme Schwierigkeiten zu bereiten ist das andere, was durch nichts zu entschuldigen ist!
Der Hauptvorwurf geht zwar an die Nervensägen von Verdi, aber ich als Sicherheitskraft könnte mir nicht eine dämliche Plastikweste überstreifen und dann dem von mir verursachten Chaos seelenruhig zusehen! Eine Frage des Anstandes, der anscheinend vielen abhanden gekommen ist!
09:05
Ich fühle mich von einer Minderheit, privater Sicherheitsdienst?!, erpresst. Hotel umbuchen, am nächsten Tag Stunden früher aufstehen, da die Termine ja feststehen, usw., usw. Wer zahlt mir die dadurch entstehenden Unwägbarkeiten? Hier sollten die Betreiber des Flughafens mal reagieren und den Bundesgrenzschutz, oder wie die jetzt auch immer heißen. einsetzen. Die Sicherheit obligt doch dem Land/Bund und diese Aufgabe sollten durch " Ihr " Personal auch ausführt werden.
Stell dir vor der Flug wird nicht vom Steuerzahler subventioniert, du könntest dir den Flug nicht leisten...
07:36
Hoffentlich werden die Kollegen vom Sicherheitspersonal nicht genauso verraten wie die Angestellten im öffentlichen Dienst der Länder.
Bei Herrn Bsirske heißt 30% Lahnerhöhung nähmlich 30 Jahre lang 1% Lahnerhöhung.
Und mit diesem, seinem Anspruch mathematischer Dämlichkeit stellt er sich noch vor die Presse und alle Journalisten folgen bereitwillig dieser geistigen Fehlleistung!
Lahnerhöhung. = Lohnerhöhung.
22:30
Ich war im Februar ein Opfer des Streiks geworden und mußte bangen, daß mein USA Flug, für den ich lange gespart hatte, ggf. gestrichen wurde. Ich hatte großes Glück und durfte nach mehrstündiger Wartezeit trotzdem fliegen, weil zwei Kontrollstellen geöffnet blieben.
Meine Freundin, die mit mir geflogen ist, hat die ebenso vernünftige wie logische Konsequenz aus dieser ganzen Schikane gezogen: Sie ist bei ver.di ausgetreten.
19:51
Warum streikt FFerdie nicht bundesweit und unbegrenzt??