Duisburg

1500 Unfälle und sieben Schwerverletzte - das ist die Bilanz der Blitzeis-Nacht

Einen der schwersten Glatteis-Unfälle gab es auf der A46.
Einen der schwersten Glatteis-Unfälle gab es auf der A46.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
  • Über 1500 Unfälle und sieben Schwerverletzte in der Nacht von Samstag auf Sonntag
  • Schwere Unfälle auf der A30 und der A46
  • Rettungskräfte im Dauereinsatz

Duisburg. Spiegelglatte Straßen haben in Nordrhein-Westfalen seit Samstagnachmittag für rund 1500 Verkehrsunfälle gesorgt. Sieben Menschen wurden schwer verletzt, 84 Personen trugen leichte Verletzungen davon, wie die Landesleitstelle der Polizei in Duisburg am Sonntagmorgen bilanzierte.

So waren auf der Autobahn 46 bei Iserlohn fünf Autos ineinandergekracht. Zwei Menschen verletzten sich dabei schwer.

Gefährliche Eisflächen auf den Straßen

Bei einer Massenkarambolage auf der A30 in Ostwestfalen kollidierten zwei Lastwagen und insgesamt 14 Autos. Mit Glück seien nur vier Menschen leicht verletzt worden, so die Polizei.

Auf vielen Straßen im ganzen Land hatten sich gefährliche Eisflächen gebildet. Auch auf den Gehwegen konnten sich Fußgänger zum Teil kaum auf den Beinen halten.

Polizei spricht von „extremer Lage“

„Das war insgesamt schon eine extreme Lage“, sagte Jan Schabacker, Sprecher der Leitstelle, am Sonntag.

„Angesichts der sehr vielen Unfälle können wir aber sagen, dass es meistens doch glimpflich ausgegangen ist.“

Rettungskräfte im Dauereinsatz

Seit am Nachmittag Regen auf den Straßen und Gehwegen im Land gefroren war, seien Polizei und Rettungskräfte im Dauereinsatz gewesen. Auch zahlreiche Fußgänger, die auf Eisflächen ausgerutscht waren, wählten den Notruf.

„Auf den Straßen ist man zu Fuß teilweise sicherer vorangekommen als auf völlig vereisten Bürgersteigen“, sagte Schabacker. Gerade auf den Gehwegen bleibe die Lage tückisch, warnte er. Auch Autofahrer müssten weiter erhöhte Vorsicht walten lassen.

(dpa)

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