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Wann darf man Streusalz verwenden?

"Guckloch reicht nicht" - Was Sie im Winter wissen müssen
Kommen Sie sicher durch den Winter! Olivia eineinhalb Jahre liegt nach einem Missgeschick mit ihrem Schlitten im Schnee. Foto: Foto: Oliver Müller / WAZ FotoPool

Der Einsatz von Streusalz gegen Schnee- oder Eisglätte ist sehr umstritten. Wegen der Belastung für Pflanzen und Tiere haben die meisten Städte ihren Bürgern das Streuen mit Salz sogar untersagt, nur in Ausnahmefällen ist es gestattet, etwa bei Eisregen oder an besonders gefährlichen Stellen wie Treppen oder Rampen. Wer seine Einfahrt mit Salz streut, ohne dass eine solche Ausnahme vorliegt, riskiert vielerorts ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro.

Trotzdem verkauft sich Streusalz gut. Nicht nur Baumärkte merken das, inzwischen gehört das Salz auch bei vielen Supermärkte zum Sortiment. Umweltschützer warnen allerdings ausdrücklich davor, es zu verwenden: Das Salz sickere in den Boden ein und schädige die Bodenstruktur und damit auch Bäume und Sträucher. Holger Sticht, stellvertretender Landesvorsitzender des BUND, rät deshalb, auf Gehwegen, die an Bäumen oder Hecken liegen, auf den Einsatz von Salz zu verzichten. „Es gibt Pflanzenarten, die mit so viel Salz klarkommen“, sagt der Umweltschützer, diese kämen aber nicht im Binnenland, sondern nur an der Küste vor.

Leise rieselt der Schnee

Ob Granulat, Sand oder Split - keine der Salz-Alternativen kann allerdings das, was Salz kann: das Eis tatsächlich zum Schmelzen bringen. Stattdessen sorgen sie dafür, dass Eis-Oberfläche nicht mehr ganz so rutschig ist. Die Alternativen machen aber auch mehr Arbeit: Während das Salz zusammen mit dem Tauwasser in der Kanalisation verschwindet, müssen Sand oder Granulat aufgekehrt werden, wenn Schnee und Eis verschwunden sind.

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  • (am 23.04.2013 um 08:43)
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