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So sparen sie mit dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn

09.12.2012 | 08:13 Uhr
So sparen sie mit dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn
Wer geschickt ist kann trotz Fahrpreiserhöhung der Bahn in Zukunft sparen.Foto: dapd

Frankfurt am Main.  Mit dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn werden die regulären Fahrkarten im Nah- und Fernverkehr 2,8 Prozent teurer. Mit Pauschaltickets und weiteren Rabatten können Bahnreisende trotzdem Geld sparen. Partner von Bahncard 25-Inhabern können beispielsweise für zehn Euro eine Zusatzkarte beantragen.

Die Deutsche Bahn erhöht zum Fahrplanwechsel am Sonntag die Preise. Im Schnitt werden reguläre Fahrkarten im Nah- und Fernverkehr 2,8 Prozent teurer. Doch mit Pauschaltickets und anderen Rabatten können Kunden viel Geld sparen.

Sparpreis: Diese Tickets gelten für einfache Fahrten oder für Hin- und Rückfahrt. Sie kosten bei einfacher Strecke - je nach Länge der Reise und Verfügbarkeit - zwischen 19 und 99 Euro. Reisen in Nachbarländer kosten mit dem "Europa Spezial" ab 39 Euro. Erhältlich sind sie ab drei Monaten und bis zu drei Tage vor der gewünschten Reise. Die Zahl der Tickets ist begrenzt, gerade rund um Wochenenden und Feiertage sind sie schnell vergriffen. Beim Sparpreis muss sich der Kunde auf einen bestimmten Zug festlegen.

Bahncard: Die Bahncard 25 bietet für 61 Euro im Jahr 25 Prozent Ermäßigung auf alle Fahrkarten. Der Rabatt kann mit anderen Rabatten - auch dem Sparpreis - kombiniert werden. In Berlin bietet die Bahn ab Sonntag in einem Pilotprojekt eine Bahncard 25 mobil plus für 79 Euro an, mit der auch das Carsharing der Bahn und Mieträder genutzt werden können.

Rabatte bei Bahncard 25 und Bahncard 50

Die Bahncard 50 kostet in der Standardversion 249 Euro. Sie bietet 50 Prozent Rabatt auf alle Fahrkarten. Die Kombination mit anderen Rabatten ist nicht möglich, dafür besteht keine Zugbindung. Die Bahncard 50 lohnt sich für Vielfahrer und für alle, die ihre Reisen lieber kurzfristig planen. Ab etwa 500 Euro Fahrtkosten pro Jahr sparen Bahnkunden mit ihr.

Ehe- und Lebenspartner: Ehe- und Lebenspartner von Bahncard-25-Besitzern können eine eigene, voll gültige sogenannte Zusatzkarte bislang für zehn Euro erhalten. Bedingung dafür ist aber, dass mindestens ein Kind unter 18 Jahren im selben Haushalt lebt. Ansonsten kostet die Partnerkarte 41 Euro ab dem Fahrplanwechsel. Die Bahncard 50 gibt es für Partner im selben Haushalt dann für 127 Euro - also gut die Hälfte des Preises der ersten Karte.

Kinder unter 15 Jahren fahren in Begleitung der Eltern immer kostenlos

Kinder, Jugendliche und Rentner: Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren fahren in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern immer kostenlos, sie müssen aber in die Fahrkarte eingetragen sein. Reisen sie alleine, erhalten sie einen Rabatt von 50 Prozent. Daneben kann sich die Jugend-Bahncard 25 für einmalig zehn Euro lohnen, die bis einschließlich 17 Jahre gilt. Die Bahncard 50 gibt es generell für Kinder bis einschließlich 17 Jahre sowie für Schüler und Studenten bis 26 Jahre zum halben Preis. Auch Senioren ab 60 Jahren zahlen bei der Bahncard 50 nur die Hälfte des Kartenpreises.

Nachverkehrstickets: Mit dem Schönes-Wochenende-Ticket können fünf Menschen einen Samstag oder Sonntag lang die Nahverkehrszüge der Bahn nutzen. Im Internet oder am Automaten kostet das Ticket ab 9. Dezember 42 Euro, am Schalter 44 Euro. Die auf eine bestimmte Region beschränkten Ländertickets gelten ebenfalls für bis zu fünf Fahrgäste in der zweiten Klasse des Nahverkehrs. Sie sind von Montag bis Freitag von 09.00 Uhr an gültig, samstags oder sonntags schon von Mitternacht an. Sie kosten für fünf Leute ab 21 Euro und werden zum 9. Dezember um einen bis zwei Euro teurer.

Sparpreis- und Pauschaltickets am Schalter meist teurer

Mit dem Quer-durchs-Land-Ticket kann ein Reisender von montags bis freitags ab 09.00 Uhr für 40 Euro am Automaten und im Internet oder für 42 Euro am Schalter deutschlandweit den gesamten Nahverkehr nutzen. Die Bahn hebt hierfür den Preis allerdings um zwei Euro an. Jeder weitere von maximal vier Mitfahrern zahlt sechs Euro extra.

Weitere Tipps und Tricks: Sparpreis-Tickets und Pauschaltickets für den Nahverkehr sind am Schalter ein ganzes Stück teurer. Hingegen bringt es mittlerweile nichts mehr, Reservierungen im Internet oder am Ticketautomaten statt am Schalter zu kaufen. Sparen kann, wer bei weiten Fahrten vom ICE auf den IC umsteigt: Der IC ist nur selten viel langsamer, kostet dafür aber meist deutlich weniger. Der "Sparpreis-Finder" auf der Internetseite der Bahn zeigt, zu welchen Uhrzeiten die besten Preise zu haben sind. Und wer noch vor diesem Sonntag bucht, bekommt die Fahrkarten für die kommenden drei Monate noch zum alten Preis. (afp)



Kommentare
09.12.2012
19:45
So sparen sie mit dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn
von cockfosters | #1

"Und wer noch vor diesem Sonntag bucht, bekommt die Fahrkarten für die kommenden drei Monate noch zum alten Preis."

Dann wäre es ja schön gewesen, wenn die WAZ diese Meldung bis spätestens gestern und nicht erst heute, also am Sonntag, veröffentlich hätte. Heute ist nämlich keine Buchung mehr zu altem Fahrkartenpreis mehr möglich.

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