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Mustervertrag für Eltern und Kinder über Internetregeln für den Nachwuchs

26.11.2012 | 10:25 Uhr
Mustervertrag für Eltern und Kinder über Internetregeln für den Nachwuchs
Das Internet ist auch für Kinder nicht frei von juristischen Fallen.Foto: Volker Speckenwirth

Köln.   Eine Kölner Kanzlei bietet einen Mustervertrag an, den Eltern mit ihren Kindern über die Online-Nutzung schließen sollen. Damit können Eltern nach dem jüngsten BGH-Urteil verhindern, juristisch für illegale Internet-Aktivitäten ihrer Sprößlinge belangt zu werden. Der Vertrag steht kostenlos zum Download bereit.

Für Eltern gibt es einen kostenlosen Mustervertrag, der die Internetnutzung für Kinder regeln soll. Hintergrund ist das jüngste Urteil des Bundesgerichtshofs, wonach Eltern nicht für Urheberrechtsverletzungen ihrer Kinder etwa bei Tauschbörsen haften, wenn sie den Nachwuchs zuvor rechtskonform belehrt haben. Wie eine „rechtskonforme Belehrung“ genau aussieht, das zeigt die Kölner Medienrechtskanzlei Wilde Beuger Solmecke in einem neu ausgearbeiteten Mustervertrag. Das zweiseitige Formular könne gratis unter wbs.is/internet-vertrag heruntergeladen und genutzt werden.

Mit Hilfe des Vertrags könnten Eltern ihre Kinder über die Internetnutzung belehren. Danach werde der Vertrag von allen Beteiligen unterschieben. Im Ernstfall könnten Eltern damit belegen, dass sie ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen sind, teilt die Kanzlei weiter mit.

Im ersten Punkt der Vereinbarung werde etwa die Nutzung und der Umfang des Filesharing bei Tauschbörsen geregelt. Darin heißt es: „Ich habe verstanden, dass ich keine Tauschbörsen nutzen darf. Insbesondere darf ich weder auf Tauschbörsen, noch auf anderen Internetseiten Bilder, Videos, Musik oder Filme hoch- oder herunterladen, ohne vorher meine Eltern zu fragen.“ In weiteren Abschnitten gehe es um Abofallen, Identitätsdiebstahl in sozialen Netzwerken, Cybermobbing, Jugendschutz und das Recht am eigenen Bild.

Zu dem Mustervertrag gebe es auch ein PDF-Dokument mit Erläuterungen, in denen zu jedem einzelnen Punkt erklärt wird, auf welche Online-Gefahren und Rechtsprobleme die Formulierungen genau abzielen. Eltern sollen so auch für Probleme der Internetnutzung ihrer Kinder sensibilisiert werden, die ihnen zuvor oft noch gar nicht bewusst waren. (dapd)


Kommentare
27.11.2012
12:43
Mustervertrag für Eltern und Kinder über Internetregeln für den Nachwuchs
von Catman55 | #4

Regt euch mal ab. Wie es deutlich im Text steht, geht es lediglich um den Nachweis einer Belehrung. Nichts anderes. Das ist kein Vertrag. Und natürlich interessieren sich Eltern was die lieben Kleinen so treiben. Aber genauso natürlich kann man nicht immer hinter ihnen stehen. Das sollte auch klar sein. Zu dem kann man von den Eltern nicht erwarten, dass sie sämtlichen Möglichkeiten für einen Missbrauch einen Riegel vorschieben. Vielleicht den Text noch einmal lesen?

27.11.2012
08:12
Mustervertrag für Eltern und Kinder über Internetregeln für den Nachwuchs
von The_Rebel | #3

Mal abgesehen von en Regelungen des BGB zur Geschäftsfähigkeit - darum geht es auch nicht in dem Artikel - sollten sich Eltern einfach für das interessieren, was die lieben "Kleinen" so treiben und sie entsprechend informieren und auf das Leben vorbereiten. Dann ist der juristischen Notwendigkeit auch Genüge getan und eventuell Anprüche windiger Winkeladvokaten verpuffen in der Realität der Gerichte..

26.11.2012
13:56
Mustervertrag für Eltern und Kinder über Internetregeln für den Nachwuchs
von Malakostraka | #2

Ganz typisch für das Juristen-****.
Sie wollen immer jemanden haften lassen, jetzt auch noch minderjährige, die sich ihre Musik herunterladen.
Hallo Herr Anwalt, Musik und Filme sind Dateien und die kann man nun mal kopiiiiieeerreeeennn !!!
Zum Glück beißen sie sich in der Realität so oft die Zähne am echten Leben aus, oder hat jemand ernsthaft einen Juristen zum Freund?

26.11.2012
12:34
Mustervertrag für Eltern und Kinder über Internetregeln für den Nachwuchs
von jessiesrevenge | #1

hmm wie soll das denn gehen?? Kinder unter 7 Jahren sind geschäftsunfähig und ein Vettrag wäre wirkungslos. Kinder bis 18 sind nur beschränkt geschäftsfähig, brauchen also die Zustimmung der Eltern, daher erschließt sich mir der Sinn nicht mit den eigenen Kindern ein Vertrag zu machen. Kann mir auch nicht vorstellen das der dann rechtskräftig ist...weil theoretisch könnten die eltern für das Kind, es selber unterschreiben.

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