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Zeitschrift: Experte beweist Schummeleien in Annette Schavans Doktorarbeit

14.10.2012 | 15:19 Uhr
Foto: /dapd/Michael Gottschalk

Annette Schavan ist in Deutschland die Bildungsministerin. Sie kümmert sich darum, dass die Menschen in unserem Land gut lernen können. Annette Schavan hat allerdings Ärger wegen ihrer Doktorarbeit. Sie soll abgeschrieben haben. Die Zeitschrift "Spiegel" berichtet, dass ein Gutachter dafür eindeutige Beweise gefunden hat.

Düsseldorf (dapd-kid). Annette Schavan ist in Deutschland die Bildungsministerin. Sie kümmert sich darum, dass die Menschen in unserem Land gut lernen können. Annette Schavan hat allerdings Ärger wegen ihrer Doktorarbeit. Sie soll abgeschrieben haben. Die Zeitschrift "Spiegel" berichtet, dass ein Gutachter dafür eindeutige Beweise gefunden hat.

Annette Schavan hat unter anderem Philosophie studiert. Dabei versuchen die Wissenschaftler, die Welt und das Dasein des Menschen zu verstehen. Annette Schavans Doktorarbeit kam 1980 in die Bibliotheken. Wenn Menschen eine Doktorarbeit schreiben und eine Prüfung machen, dürfen sie sich später Doktor nennen. Den Titel kriegen Ärzte, aber zum Beispiel auch Chemiker oder Geschichtswissenschaftler.

An der Universität Düsseldorf im Bundesland Nordrhein-Westfalen hat sich ein Experte die Arbeit von Annette Schavan genau angeschaut. Der "Spiegel" schreibt, dass der Gutachter auf 60 von 351 Seiten verschiedene Stellen gefunden hat, an denen Annette Schavan nicht gründlich gearbeitet haben soll. Das bedeutet, dass ihr der Doktortitel wieder weggenommen werden könnte. Die Universität muss darüber entscheiden.

Die Bildungsministerin sagte, dass sie das alles sehr trifft und schmerzt. Die Vorwürfe waren im Mai erstmals bekannt geworden. Damals hatte im Internet jemand behauptet, dass Annette Schavan nicht ordentlich gearbeitet hat. Sie soll an mehreren Stellen die Quellen nicht genannt haben. Wer eine Doktorarbeit schreibt, muss seine Quellen ordentlich nennen. Das bedeutet, er muss sagen, woher die notierten Gedanken stammen. Wer es nicht tut, hat abgeschrieben. Das ist nicht erlaubt. Oft wird dann von einem Plagiat gesprochen. Das heißt, jemand gibt etwas als seine eigene Erfindung aus, obwohl jemand anderes die Idee dazu hatte.

Es ist schon mehrmals vorgekommen, dass Politiker Ärger wegen ihrer Doktorarbeit hatten. Ein bekanntes Beispiel ist Karl-Theodor zu Guttenberg. Er gab im März 2011 seinen Job als deutscher Verteidigungsminister auf, nachdem er seinen Doktortitel verloren hatte. Es konnte nachgewiesen werden, dass er Teile der Arbeit abgeschrieben hatte.

dapd

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Kommentare
14.10.2012
18:13
Zeitschrift: Experte beweist Schummeleien in Annette Schavans Doktorarbeit
von Dieter_Heppert | #1

Wenn ich mich richtig erinnere, musste ich bei meiner Staatsexamensarbeit an der Uni Köln 1981 schriftlich versichern, dass ich sämtliche benutzte Quellen vollständig angegeben habe. Frau Schavan hat sich für zu Guttenberg öffentlich geschämt. Sollten die Vorwürfe jetzt auf sie selbst zutreffen, gehört sie mit Schimpf und Schande öffentlich aus dem Ministerium vertrieben und alle, die bei ihrer Dissertation abgeschrieben haben, müssen ebenso behandelt werden. Die geben Wissen vor, dass sie geklaut haben. Warum nennen die nicht die Quellen, die sie ja benutzen dürfen? Weil sie mehr sein wollen, als sie sind. Und eine solche Person ist Ministerin und redet von Moral. Und komme niemand mit dem Argument, dass damals die Arbeit ohne Computer schwieriger war. Wer abschreibt, hat die Quelle vor sich. Abschreiben kann er/sie, aber den Verfasser, Jahr und Ort der Quelle nicht auch aufschreiben? Das wäre ja auch Eigenleistung.

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