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Wonach Kinder im Internet suchen

12.11.2012 | 14:25 Uhr
Foto: /ddp/Philipp Guelland

Viele Kinder schauen im Internet nach, wenn sie etwas wissen wollen. Doch wonach suchen sie genau? Und welche Suchmaschinen nutzen sie? Forscher haben das jetzt untersucht. Erste Ergebnisse können sie bereits nennen.

München (dapd-kid). Viele Kinder schauen im Internet nach, wenn sie etwas wissen wollen. Doch wonach suchen sie genau? Und welche Suchmaschinen nutzen sie? Forscher haben das jetzt untersucht. Erste Ergebnisse können sie bereits nennen.

Die Forscher arbeiten beim Deutschen Jugendinstitut in München im Bundesland Bayern. Sie haben für ihre Untersuchung Logfiles verwendet. Das ist so etwas wie ein Protokoll oder ein Mitschnitt. Wer die Logfiles hat, weiß, was die Menschen im Internet gemacht haben. Die Forscher haben rund 600.000 Suchanfragen ausgewertet. Sie haben sie von den Kindersuchmaschinen "Blinde Kuh", "Frag Finn" und "Helles Köpfchen" bekommen. Die sind so gemacht, dass Kinder gute Inhalte finden können. Seiten, die für Mädchen und Jungen nicht gedacht sind, tauchen dort nicht auf.

Die Forscher sagen: Kinder suchen im Internet am häufigsten nach Spielen. Am zweithäufigsten geben sie das Wort Sex ein. Dann folgen Ägypten, Strom, Eichhörnchen, Tiere im Winter, Wale, Planeten, Hunde und Europa. Die Forscher sagen, dass viele dieser Suchwörter ganz klar mit der Schule zusammenhängen. Die Kinder nutzen das Internet, um zum Beispiel ihre Hausaufgaben zu machen. Obwohl das Wort Spiele am häufigsten eingetippt wird, taucht es aber eigentlich recht wenig auf, so die Fachleute. Suchbegriffe zu Erdkunde, Geschichte oder Religion sind zusammengenommen viel mehr.

Wenn Kinder nach etwas suchen, dann tippen sie mitunter auch ganze Fragen in die Suchmaschine ein, sagen die Forscher. Beim Suchwort "Sex" zum Beispiel wollen die Kinder wissen, ab wann Mädchen und Jungen ihn haben dürfen und wie das eigentlich funktioniert. Geht es um Hunde, dann fragen sie zum Beispiel: Warum bellen Hunde? Oder wie viel trinken Hunde am Tag?

Die Fachleute sagen, dass Kinder recht oft im Internet nach etwas suchen. Von allen Dingen, die sie dort tun, ist das die häufigste Sache. Mehr als zwei von drei Kindern recherchieren mindestens ein Mal in der Woche etwas. Die Suchmaschine Google kennen dabei viel mehr Kinder als spezielle Kindersuchmaschinen. Diese werden von Kindern im Alter von sechs bis neun Jahren am stärksten genutzt. Ältere Kinder surfen sie auch an, aber nicht mehr so stark.

Aufgefallen ist den Fachleuten, dass viele Kinder die Suchergebnisse gar nicht anklicken, die sie kriegen. Die Forscher können nur vermuten, warum das so ist, denn sie haben das nicht weiter untersucht. Sie sagen, die Kinder könnten aus der Beschreibung des Treffers das ziehen, was sie wissen wollen. Oder aber der Treffer passt nicht zu dem, was sie gesucht haben. Es könnte auch sein, dass die Kinder nicht wissen, dass sie die Treffer anklicken müssen, um mehr zu erfahren.

Unter den Kindersuchmaschinen sind "Blinde Kuh" und "Frag Finn" am bekanntesten bei den Kindern. "Blinde Kuh" ist die älteste Suchmaschine für Kinder. 1997 wurde sie gestartet. Die Suchmaschine spuckt nur Seiten aus, die vorher von den Machern des Portals von Hand geprüft wurden. Jemand schaut also, ob die Inhalte auch wirklich gut für Kinder sind. Die Internetseite bietet außerdem Spiele, Nachrichten und Basteltipps.

dapd

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