Das aktuelle Wetter NRW 4°C
Kindernachrichten

Was ist Siedlungspolitik?

20.12.2012 | 12:30 Uhr
Foto: /AP/Ariel Schalit

So geht es nicht weiter! Das sagen 14 Länder. Sie haben Israel kritisiert. Der Staat soll aufhören, unerlaubte Wohnungen zu bauen. Was hat es damit auf sich?

New York (dapd-kid). So geht es nicht weiter! Das sagen 14 Länder. Sie haben Israel kritisiert. Der Staat soll aufhören, unerlaubte Wohnungen zu bauen. Was hat es damit auf sich?

Über die sogenannte Siedlungspolitik von Israel gibt es schon lange Streit. Das Land lässt für seine Leute Häuser und Wohnungen bauen - und zwar in den Gebieten der Palästinenser. Israel und die Palästinensergebiete liegen am östlichen Rand des Mittelmeers, im Nahen Osten. Der Streit, wem welches Land gehört und wer wo leben darf, wird auch Nahostkonflikt genannt.

Der Staat Israel wurde in der Landschaft Palästina gegründet. Die meisten Menschen in Israel sind Juden. Das Judentum zählt zu den großen Weltreligionen. Juden wurden oft vertrieben und während des Zweiten Weltkrieges sogar verfolgt und getötet. Der Staat Israel in Palästina sollte zum Zuhause für alle Juden werden. Aber die Nachbarländer waren nicht einverstanden damit. Es gab Kriege. Dabei eroberten israelische Soldaten Land, das eigentlich nicht zu Israel gehörte. Die Palästinenser haben deshalb bis heute keinen eigenen Staat. Sie leben größtenteils in zwei Gebieten: im Gazastreifen und in Teilen des Westjordanlandes.

Andere Länder sind sich einig: Es soll einen eigenen Staat für die Palästinenser geben. Israelis und Palästinenser sollen außerdem Frieden miteinander schließen. Das ist nicht so einfach. Immer wieder beschießen sie einander. Israel versucht, auch anders seine Macht zu zeigen: indem das Land die Wohnungen und Häuser in palästinensischen Gebieten baut.

Politiker in anderen Ländern der Welt finden das nicht in Ordnung. Sie sagen, die israelischen Siedlungen auf Palästinenserland sind nicht rechtmäßig. Außerdem fordern sie Israel auf, mit dem Siedlungsbau aufzuhören. Politiker aus 14 Ländern haben das jetzt gesagt. Sie arbeiten im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (abgekürzt: UN). Dazu zählt zurzeit auch Deutschland.

Der UN-Sicherheitsrat ist so etwas wie ein Streitschlichter. Er soll sich darum kümmern, dass die Menschen in Frieden leben können. Insgesamt gehören 15 Länder dem Sicherheitsrat an. Ein Land allerdings wollte jetzt nichts zu Israel sagen. Die USA waren dagegen, dass der Sicherheitsrat Israel kritisiert. Deshalb haben die anderen Länder im Sicherheitsrat getrickst: Sie haben in einzelnen Mitteilungen offen gefordert, dass Israel keine Siedlungen im Palästinensergebiet mehr bauen soll. Die USA blieben so außen vor.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
21.12.2012
09:49
Was ist Siedlungspolitik?
von Pinwand | #1

Interessant ist, dass niemand die arabische Siedlungspolitik kritisiert. Das Vertreiben und Ermorden von 800.000 Juden vor 60 Jahren, vorv allem im Irak und dem Jemen, wo jetzt Araber in den jüdischen Stadtteilen und Häusern wohnen. Das Vertreiben und Umsiedeln der Kurden im Irak und in Syrien. Aber auch die Unterdrückung der kurdischen Sprache in der Türkei, der Bahaii im Iran und und und. Alles unwichtig. Wichtig sind nur die paar Wohnungen in Jerusalem. Weil Juden dort wohnen werden. (Aber auch israelische Araber)

Fotos und Videos
Klassenbesuch in Oberhausen
Bildgalerie
SCHULE
Klassenbesuch in Essen
Bildgalerie
SCHULE
Malwettbewerb
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Tischlein, deck’ dich besser!
Gesundheit
Der Ernährungsminister hat das Essen an Schulen untersuchen lassen. Viele Mahlzeiten enthalten kaum Vitamine und die Mittagspausen sind zu kurz
Wenn der Senfautomat nervt ...
Wörter
Dann geht es nicht wirklich um Senf, sondern um jemanden, der ständig ungefragt Kommentare abgibt. Das „Jugendwort des Jahres“ wurde gewählt. Diesmal sind’s sogar drei Wörter: „Läuft bei Dir“. Die Sprache verändert sich ständig.
Schüler lauschten den Geschichten aus dem Möwenweg
Bildung
Am bundesweiten Vorlesetag besuchte Katrin Martens von der Kinderredaktion die Viertklässler der Rolandschule in Oberhausen. Dort las sie aus den Büchern „Weihnachten im Möwenweg“ und „Rosa, die rasende Reporterin“ vor. Außerdem gaben die Kinder Tipps für die Adventszeit ab.
Am Vorlesetag gibt es viele spannende Geschichten zu hören
Bildung
Am Freitag ist in ganz Deutschland Vorlesetag. Rund 80.000 Menschen gehen in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken und an andere Orte, um Kindern spannende, gruselige oder lustige Geschichten vorzulesen. Forscher sagen, dass regelmäßiges Lesen sehr wichtig ist. Man lernt dann in der Schule besser.
Endlich! Neunter Band von „Gregs Tagebuch“ kommt heraus
Buch
Darauf haben viele Kinder sehnsüchtig gewartet: Am Donnerstag erscheint der neunte Band von „Gregs Tagebuch“. Der Untertitel lautet: „Böse Falle!“ Gregs Geschichten sind so beliebt, dass sie ihren Autor Jeff Kinney reich und berühmt gemacht haben. Aber warum ist das so?