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Verteidigungsminister reist ohne Militärschutz nach Afghanistan

12.11.2012 | 14:22 Uhr

Etwa 4.800 deutsche Soldaten sind derzeit in Afghanistan. Sie sollen dafür sorgen, dass es sicherer wird in dem Land in Asien. Dass das zu gelingen scheint, wollte der deutsche Verteidigungsminister jetzt zeigen: Am Montag ist er erstmals ohne Militärschutz in den Norden Afghanistans geflogen.

Masar-i-Scharif (dapd-kid). Etwa 4.800 deutsche Soldaten sind derzeit in Afghanistan. Sie sollen dafür sorgen, dass es sicherer wird in dem Land in Asien. Dass das zu gelingen scheint, wollte der deutsche Verteidigungsminister jetzt zeigen: Am Montag ist er erstmals ohne Militärschutz in den Norden Afghanistans geflogen.

Deutschlands Verteidigungsminister heißt Thomas de Maizière. Er kümmert sich um die Soldaten der deutschen Bundeswehr. Er ist schon häufiger nach Afghanistan gereist. Dort sind seit dem Jahr 2001 ausländische Soldaten stationiert. Auch Deutschland macht dabei mit. Die Soldaten hatten die Aufgabe, die Taliban von der Macht zu vertreiben. Das waren grausame Herrscher, die den Menschen vieles verboten und sie schlecht behandelten. Die Taliban sollen auch Terroristen versteckt haben. Einige Taliban versuchen immer noch, ihre Ziele in Afghanistan mit Gewalt durchzusetzen. Darum kommt es immer wieder zu Anschlägen und Kämpfen.

Bisher ist Thomas de Maizière mit einer Militärmaschine geflogen, wenn er in Afghanistan landen wollte. Das besonders geschützte Transportflugzeug sollte dafür sorgen, dass dem Minister nichts passiert. Darauf verzichtete Thomas de Maizière am Montag. Er sagte, dass es im Norden des Landes sicher genug ist, um ohne diesen Schutz dorthin zu reisen.

Das Flugzeug mit dem Verteidigungsminister an Bord landete am frühen Montagmorgen in Afghanistan. Dort standen ein Besuch der Soldaten und Gespräche mit wichtigen afghanischen Politikern auf dem Programm. Die sind nötig, weil die ausländischen Soldaten in gut zwei Jahren aus Afghanistan abgezogen werden sollen. Dann müssen die Afghanen selbst für Sicherheit in ihrem Land sorgen.

Thomas de Maizière wollte sich jetzt anschauen, wie weit Afghanistan ist bei den Vorbereitungen für den Abzug der ausländischen Truppen. Denn wenn die Soldaten das Land verlassen, muss Afghanistan genügend Menschen so gut ausgebildet haben, dass sie sich um die Sicherheit kümmern können. Damit werden sie aber auch von 2015 an nicht ganz alleine sein. Thomas de Maizière sagte: Deutschland fühlt sich auch dann noch mit verantwortlich für das Land, wenn die Soldaten abgereist sind. Dann sollen Deutsche die Afghanen bei ihren Aufgaben beraten und unterstützen. Es soll auch Hilfe für afghanische Schulen geben.

dapd

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