Das aktuelle Wetter NRW 16°C
Kindernachrichten

Umstrittenes Gesetz

28.12.2012 | 13:31 Uhr
Foto: /AP/Alexander Zemlianichenko

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Freitag ein Gesetz unterschrieben, das viele nicht gut finden. Es sorgt dafür, dass Amerikaner keine russischen Kinder mehr adoptieren dürfen.

Moskau (dapd-kid). Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Freitag ein Gesetz unterschrieben, das viele nicht gut finden. Es sorgt dafür, dass Amerikaner keine russischen Kinder mehr adoptieren dürfen.

Manche Kinder brauchen neue Eltern, weil ihre eigenen nicht mehr leben oder sich nicht um sie kümmern können. Mitunter werden sie daher adoptiert. Paare nehmen sie auf und kümmern sich um sie. Sie geben ihnen ein Zuhause und ziehen sie groß. In Russland gibt es viele Kinder, die keine Eltern haben. Das Kinderhilfswerk UNICEF sagt, dass 740.000 Mädchen und Jungen ohne Eltern sind. Bisher war es so, dass viele Kinder aus Russland in den USA ein neues zu Hause gefunden haben. Dort gab es Paare, die sie gern aufgenommen haben. In den vergangenen 20 Jahren sollen mehr als 60.000 russische Kinder in das Land gekommen sein. Damit aber soll nun Schluss sein. Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein Gesetz unterzeichnet, das dafür sorgt, dass russische Kinder nicht mehr von Amerikanern adoptiert werden können.

Doch warum das alles? Es heißt, das neue Gesetz ist eine Retourkutsche. Russland hat sich geärgert und schlägt so zurück. Das Gesetz soll eine Antwort auf ein Gesetz sein, das in den USA gemacht worden ist. Es fordert Strafen, wenn in Russland gegen die Menschenrechte verstoßen wird. Die Menschenrechte gelten überall auf der Erde. Doch einige Länder halten sich nicht ausreichend daran. In den Regeln steht zum Beispiel, dass jeder das Recht hat, in Frieden zu leben. Alle Menschen sollen zudem frei ihre Meinung sagen dürfen, ohne dafür Ärger zu bekommen. Die USA haben das Gesetz gemacht, weil in Russland ein Anwalt in einem Gefängnis gestorben war. Er war geschlagen worden und bekam danach keine Hilfe von einem Arzt.

Etliche Paare in den USA, die sich um eine Adoption eines russischen Kindes bemüht haben, müssen nun einen Rückschlag einstecken. Die Adoptionen liegen nun auf Eis. Die Kinder bleiben erst mal in Russland. Viele Menschen kritisieren das neue Gesetz. Sie sagen, viele Kinder werden um eine Chance gebracht. Statt ein neues Zuhause zu bekommen, müssen sie im Waisenhaus leben.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Fotos und Videos
Klassenbesuch in Gladbeck
Bildgalerie
Schule
"Klasse! Wir singen"
Bildgalerie
Musik
Zu Besuch in Oberhausen
Bildgalerie
Schule
Große Hunde, große Liebe
Bildgalerie
Hunde
Aus dem Ressort
Mein Name ist Hase, Oster Hase!
Lesen
Von der lustigen Verbrecherjagd bis zur religiösen Zeitreise: Die passenden Bilderbücher, Geschichtensammlungen und Romane für die Feiertage
Wickie, Simba und Mogli zu Ostern im Kinderprogramm
Fernsehen
Das Wetter soll Ostern so werden, wie es der April verspricht. Mal Sonne, mal Wolken, und regnen soll es auch zwischendurch. Da ist es doch gut, wenn man sich die Zeit zwischen Eiersuchen und Spazierengehen mit fernsehen vertreiben kann. Das Kinder-TV-Programm jedenfalls wird spannend, lustig,...
Simon und Constantin fanden die Lego-Filmpremiere „cool“
Kino
Die beiden Kinderreporter begleiteten das 1,50 Meter große Legomännchen Emmet ins Kino CineStar in Oberhausen. Im Film „The Lego Movie“ geht es um einen einfachen Bauarbeiter, der durch ein Missverständnis als „Der Besondere“ angesehen wird. Es ist ein bunter, spannender Film.
Immer am Ball bleiben
Buch
Man darf niemals aufgeben, das ist die feste Überzeugung von Lukas Podolski. Der Fußball-Star hilft seit Jahren benachteiligten Kindern. Jetzt hat er ein Buch geschrieben, das Mut machen soll.
Henri, geistig behindert, will bei seinen Freunden bleiben
Bildung
Der Viertklässler wechselt im Sommer auf eine weiterführende Schule. Doch das Gymnasium, auf das seine Klassenkameraden und Freunde gehen, will ihn nicht aufnehmen. Das Beispiel zeigt, wie schwierig die Inklusion geistig behinderter Kinder ist.