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Umfrage: Jeder Zweite hält nicht viel von "Hartz IV"-Empfängern

16.10.2012 | 14:30 Uhr

In vielen Schulklassen in Deutschland sitzen Kinder, deren Eltern "Hartz IV"-Geld (ausgesprochen: "Hartz vier"-Geld) bekommen. Forscher haben jetzt herausgefunden, dass viele Menschen nicht gut über Leute denken, die darauf angewiesen sind.

Berlin (dapd-kid). In vielen Schulklassen in Deutschland sitzen Kinder, deren Eltern "Hartz IV"-Geld (ausgesprochen: "Hartz vier"-Geld) bekommen. Forscher haben jetzt herausgefunden, dass viele Menschen nicht gut über Leute denken, die darauf angewiesen sind.

Kriegen Familien das "Hartz IV"-Geld, dann hilft ihnen der Staat. Die Eltern finden seit langer Zeit keine Arbeit und können sich und die Kinder nicht selbst versorgen. Manchmal verdienen Papa und Mama auch einfach nicht genug in ihrem Job. Sie gehen zwar jeden Tag zur Arbeit, doch sie bringen nicht viel Geld mit nach Hause. Der Staat unterstützt die Menschen dann. Mit dem "Hartz IV"-Geld können Familien die wichtigsten Dinge kaufen, also zum Beispiel Essen, Trinken und warme Kleider.

Forscher haben nun eine Umfrage gemacht, um herauszukriegen, wie die Menschen in Deutschland über "Hartz IV"-Empfänger denken. Leider haben viele Menschen Vorurteile, sagen Experten. Sie denken Dinge, die nicht stimmen. Mehr als jeder zweite Deutsche glaubt, dass Menschen, die schon lange keine Arbeit haben, auch nicht wirklich nach einem Job suchen. Zudem denken ähnlich viele Menschen, dass die Arbeitslosen zu wählerisch sind. Sie wollen nicht jeden Job machen, der ihnen geboten wird, so die Meinung. Viele Menschen glauben auch, dass "Hartz IV"-Empfänger nicht viel gelernt haben. Jeder Dritte in unserem Land denkt zudem, dass die Menschen einfach nicht arbeiten wollen und lieber das Geld vom Staat nehmen. Gefragt wurden mehr als 1.500 Leute ab 16 Jahren.

Fachleute sagen, dass das, was die Menschen denken, nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Sie haben Vorurteile. So etwas ist unfair. Denn Menschen werden einfach verurteilt. Dabei kann jeder in dieselbe Situation kommen. Viele "Hartz IV"-Empfänger möchten an ihrer Situation gerne was ändern, sagen Experten. Für drei von vier ist Arbeit das Wichtigste im Leben. Mehr als 70 von 100 von ihnen sind sogar bereit, Arbeit anzunehmen, für die sie eigentlich überqualifiziert sind. Das bedeutet, dass sie mit ihrer Ausbildung einen besseren Job machen könnten. Um wieder Arbeit zu haben, würden sie aber auch etwas tun, für das sie gar nicht so lange hätten lernen müssen.

dapd

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