Das aktuelle Wetter NRW 21°C
Kindernachrichten

Nur wenige Menschen nutzen die Pflegezeit

28.12.2012 | 11:50 Uhr
Foto: /dapd/Werner Krueper

Damit kann die deutsche Familienministerin Kristina Schröder nicht zufrieden sein: Nur wenige Männer und Frauen in Deutschland nutzen die Pflegezeit für Familien. Doch was ist das eigentlich?

München (dapd-kid). Damit kann die deutsche Familienministerin Kristina Schröder nicht zufrieden sein: Nur wenige Männer und Frauen in Deutschland nutzen die Pflegezeit für Familien. Doch was ist das eigentlich?

In Deutschland pflegen viele Menschen zu Hause Oma oder Opa. Sie sind schon alt und können sich nicht mehr allein versorgen. Die Männer und Frauen brauchen Hilfe beim Waschen oder beim Anziehen. Und auch zu essen müssen sie haben. Mitunter pflegen Menschen aber auch ihren Partner oder ihre Kinder, wenn sie krank sind.

Damit das Pflegen für Menschen einfacher ist, wurde im Jahr 2012 die Familienpflegezeit gestartet. Ausgedacht hat sich die Familienpflegezeit die deutsche Familienministerin Kristina Schröder. Sie wollte, dass die Menschen, die jemanden pflegen, das besser mit ihrem Beruf vereinbaren können. Denn oftmals müssen sie arbeiten gehen, um Geld zu verdienen. Gleichzeitig sich dann um Oma oder Opa zu kümmern, ist nicht leicht. Einfach weniger zu arbeiten, ist aber oftmals auch nicht drin. Denn dann fehlt zu viel Geld. Die Familienpflegezeit sollte das Problem lösen.

Nehmen die Menschen die Familienpflegezeit, dann arbeiten sie weniger als zuvor. Dann bleibt ihnen mehr Zeit für denjenigen, der Hilfe braucht. Während der Familienpflegezeit verdienen die Menschen dafür aber auch weniger. Allerdings wird der Lohn nicht einfach halbiert, wenn jemand zum Beispiel nur halb so viel arbeitet. Die Menschen bekommen etwas mehr, wenn auch nicht den vollen Lohn, den sie sonst hatten. Später - wenn die Familienpflegezeit vorüber ist - müssen die Menschen die bereits bezahlte Zeit nachholen, bis alles wieder ausgeglichen ist. Die Menschen sollen so pflegen können, aber gleichzeitig auch genug Geld haben, um über die Runden zu kommen.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet nun, dass die Pflege-Auszeit nicht gut angenommen wird. Im ersten Jahr haben nicht mal 200 Menschen das Angebot genutzt. Das ist sehr wenig. In Deutschland werden mehr als eineinhalb Millionen Menschen zu Hause gepflegt. Die deutsche Familienministerin muss deswegen viel Kritik einstecken. Manche meinen, so ein Gesetz wird nicht benötigt. Ein Sprecher der Politikerin sagte aber, dass die Idee Zeit braucht. Das haben andere Dinge auch schon gezeigt.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Fotos und Videos
Malwettbewerb
Bildgalerie
Fotostrecke
Klassenbesuch in Gladbeck
Bildgalerie
Schule
"Klasse! Wir singen"
Bildgalerie
Musik
Zu Besuch in Oberhausen
Bildgalerie
Schule
Aus dem Ressort
Die kleine Nickelei
Kino
„Der kleine Nick macht Ferien“ kommt morgen in die Kinos. Kinder können in der Buchverfilmung viel lernen: Wie man richtig gute Streiche ausheckt
Kinderjury der Kinderfilmtage Ruhrgebiet sah sich Filme an
Kino
Vom 26. Oktober bis zum 2. November finden die Kinderfilmtage Ruhrgebiet in sechs Kinos in Essen, Mülheim und Oberhausen statt. Sieben Kinder sind in der Kinderjury. Sie sahen sich bereits die Filme an, die sie bewerten müssen. Die Kinder vergeben den Filmpreis „Emmi“.
Weltherztag: Auch Kinder können schon etwas für ihr Herz tun
Gesundheit
Wenn man sich schon als junger Mensch ausgewogen ernährt und genügend bewegt, ist es nicht so wahrscheinlich, dass man mal eine Herzkrankheit bekommt, wenn man alt ist. An Schulen gibt es das Projekt „Skipping Hearts“ für Kinder.
Suppi Huhn will möglichst viele Kinder zum Singen bringen
Day of Song
Der Musiker aus der Stadt Mülheim macht viel Musik mit Schülern. Er reist durchs Land, besucht Grundschulen und nimmt mit den Kindern CDs auf. Außerdem tritt er mit den „Kinderkönigen“ auf Festen und Veranstaltungen auf. Er sagt: „Beim Singen entsteht ein tolles Gemeinschaftsgefühl!“
Für ein Haustier braucht man Verantwortung, Zeit und Liebe
Tiere
Viele Kinder wollen ein Haustier, aber die Eltern sind dagegen. Sie befürchten, dass ihre Söhne und Töchter sich nicht genügend um das neue Familienmitglied kümmern werden. In der Kika-Sendung „Das Haustiercamp“ haben sechs Kinder die Chance, ihre Eltern vom Gegenteil zu überzeugen.