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„Manchmal muss ich mich kneifen“

11.11.2012 | 18:54 Uhr
„Manchmal muss ich mich kneifen“
Joachim Gauck (rechts) und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt empfingen im Juli das Fürstenpaar von Monaco (links).Foto: Clemens Bilan/dapd

Joachim Gauck ist seit fast acht Monaten der deutsche Bundespräsident. Er findet es manchmal immer noch ein wenig merkwürdig, morgens zum Schloss Bellevue ins Büro zu fahren.

„Hoppla, das bin ja ich“: Der deutsche Bundespräsident wundert sich manchmal noch selbst über sein Amt. Joachim Gauck ist schon seit fast acht Monaten das Staatsoberhaupt von Deutschland. Aber gewöhnt hat er sich noch nicht ganz daran. Das hat der 72-Jährige in einem Interview gesagt.

Der Bundespräsident ist für Deutschland wichtig. Er reist in andere Länder und spricht mit den Politikern dort. Außerdem passt er auf, dass die Politik der deutschen Regierung gut für die Menschen in unserem Land ist. Jedes Gesetz muss der Bundespräsident unterschreiben. Erst dann gilt es.

Er begnadigt Gefangene

Außerdem ernennt er nach der Wahl die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler und die Minister in der Regierung. Wenn Leute im Gefängnis sitzen, kann der Bundespräsident sie begnadigen. Sie müssen dann ihre Strafe nicht länger absitzen.

Der Bundespräsident hat in den vergangenen acht Monaten sehr viele Termine gehabt. Er hat zum Beispiel den Umweltminister Peter Altmaier ernannt, Orden verliehen und Gäste aus anderen Ländern empfangen, darunter das Fürstenpaar von Monaco, Fürst Albert II. und seine Frau Charlène, und den finnischen Staatspräsidenten Sauli Niinistoe. Er hat Ausstellungen eröffnet, ist durch die einzelnen Bundesländer gereist und hat viele Reden gehalten.

Joachim Gauck sagt: „Wenn ich draußen bin, unter den Leuten, oder im Ausland, fühle ich mich sehr gut und eins mit dem Amt. Allerdings muss ich mich manchmal noch kneifen, wenn ich von zu Hause morgens ins Schloss Bellevue fahre.“ Das Schloss Bellevue steht in Berlin. Dort hat Gauck sein Büro.

Er kocht manchmal selbst

Joachim Gauck ist mit Daniela Schadt zusammen. Sie ist seit vielen Jahren seine Lebensgefährtin. Auch als Bundespräsident will sich Joachim Gauck Zeit für sein privates Leben nehmen. Manchmal kocht er für Daniela Schadt, erzählte er in dem Interview: „Auch wenn ich zugeben muss, dass ich dabei selten über Spinat mit Kartoffeln und Spiegelei und Buletten hinausgekommen bin.“

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