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Lehrer und Erzieher in Berlin streiken

18.02.2013 | 12:34 Uhr

In Berlin haben am Montag viele Schüler keinen Unterricht gehabt. Der Grund: Lehrer und Erzieher haben gestreikt. Statt zu arbeiten, haben sie Plakate hochgehalten und protestiert.

Berlin (dapd-kid). In Berlin haben am Montag viele Schüler keinen Unterricht gehabt. Der Grund: Lehrer und Erzieher haben gestreikt. Statt zu arbeiten, haben sie Plakate hochgehalten und protestiert. Ab Dienstag soll es auch in anderen Bundesländern Warnstreiks geben.

Die Lehrer und Erzieher in Berlin haben sich vor ihren Schulen und Kindertagesstätten (abgekürzt: Kitas) versammelt. Danach zogen sie zu einem gemeinsamen Treffpunkt, um zu sagen, was sie fordern. Die Lehrer und Erzieher gehören zum öffentlichen Dienst. Für die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes wird derzeit über Lohn verhandelt. Sie sollen mehr Gehalt kriegen.

Im öffentlichen Dienst arbeiten in Deutschland viele Menschen. Sie machen Arbeiten, die für andere enorm wichtig sind. Erzieher passen zum Beispiel auf Kinder auf, damit Eltern arbeiten gehen können. Müllmänner holen den Müll ab, damit es in unseren Straßen nicht stinkt. Und Pfleger versorgen Menschen, die krank sind. Die Menschen im öffentlichen Dienst bekommen ihr Geld vom Staat, also von den Bundesländern oder von den Städten und Gemeinden.

Seit Ende Januar wird für die Männer und Frauen im öffentlichen Dienst verhandelt. Sie sind bei einem Bundesland angestellt und arbeiten zum Beispiel bei einem Gericht, einem Theater, einer Klinik oder an einer Hochschule. Weil sie zusammen sehr viele sind, kann nicht jeder Einzelne sagen, was er sich als Lohn vorstellt. Gewerkschaften verhandeln für die Menschen. Für die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst der Bundesländer sitzen gleich mehrere Gewerkschaften am Tisch, da es viele verschiedene Berufe im öffentlichen Dienst gibt.

Weil die Gespräche über den Lohn nicht gut vorangekommen sind, haben die Gewerkschaften zu den Streiks aufgerufen. Mit ihnen soll Druck aufgebaut werden. Denn wenn die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes nicht arbeiten, bleibt vieles liegen. Ab Dienstag soll es auch in anderen Bundesländern Warnstreiks geben. So kann es zum Beispiel sein, dass glatte Straßen nicht gestreut werden. Oder Schüler und Studenten keinen Unterricht haben.

Die Gewerkschaften fordern, dass die Menschen im öffentlichen Dienst sechseinhalb Prozent mehr Lohn kriegen sollen. Wenn jemand beispielsweise 3.000 Euro im Monat hat, dann müssten noch mal 195 Euro draufgepackt werden. Auch andere Dinge wollen die Gewerkschaftsleute durchsetzen. Für rund 800.000 Menschen verhandeln sie.

dapd

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