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Karlheinz Schreiber steht wieder vor Gericht

17.09.2012 | 17:37 Uhr
Foto: /dapd/Joerg Koch

Journalisten berichten immer wieder über Karlheinz Schreiber. Am Montag stand der 78 Jahre alte Mann wieder vor Gericht. Doch seine Anwälte waren nicht zufrieden mit den Richtern. Sie stellten direkt einen Befangenheitsantrag. So soll überprüft werden, ob die Richter wirklich unparteiisch sind.

Augsburg (dapd-kid). Journalisten berichten immer wieder über Karlheinz Schreiber. Am Montag stand der 78 Jahre alte Mann wieder vor Gericht. Doch seine Anwälte waren nicht zufrieden mit den Richtern. Sie stellten direkt einen Befangenheitsantrag. So soll überprüft werden, ob die Richter wirklich unparteiisch sind.

Doch wer ist eigentlich der Mann, über den so viele schreiben? Karlheinz Schreiber ist in Deutschland geboren worden. Er lernte Verkäufer, arbeitete in einer Teppichfirma und übernahm schließlich eine Firma, die Straßenmarkierungen machte. Karlheinz Schreiber hatte gute Kontakte zu verschiedenen Politikern. Er begann irgendwann, sich für den Verkauf von Waffen einzusetzen. Er half, damit mit Hubschraubern, Flugzeugen und Panzern Geld gemacht werden konnte. Karlheinz Schreiber verdiente daran gut.

Später warf man ihm mehrere Dinge vor. Zum einen soll er seine Steuern nicht richtig gezahlt haben. In Deutschland müssen Menschen mit Arbeit einen Teil ihres Lohns abgeben. Das Steuergeld nimmt der Staat, um Dinge zu bezahlen, die für alle wichtig sind. Er baut zum Beispiel neue Straßen. Wer seine Steuern nicht richtig zahlt, muss mit einer Strafe rechnen. Karlheinz Schreiber soll außerdem Menschen bestochen haben, damit seine Geschäfte liefen. So etwas ist verboten. Auch Politiker sollen Geld von ihm bekommen haben.

Richter entschieden vor gut zwei Jahren, dass Karlheinz Schreiber für acht Jahre ins Gefängnis muss, weil er seine Steuern nicht richtig bezahlt haben soll. Doch dann entschied vergangenes Jahr ein Gericht, dass der Fall neu aufgerollt werden muss. Im Urteil sollen Fehler stecken. Es muss geprüft werden, ob alles richtig bewertet wurde.

Am Montag war der erste Tag der neuen Verhandlung. Doch schon nach kurzer Zeit wurde der Prozess unterbrochen, weil erst geprüft werden muss, ob die Richter wirklich fair urteilen können oder ob sie Vorurteile gegen Karlheinz Schreiber haben. Am Freitag soll der Prozess fortgesetzt werden.

dapd

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