Jeder achte Mensch hungert
11.10.2012 | 14:04 Uhr 2012-10-11T14:04:38+0200Morgens Cornflakes, mittags Nudeln und abends Brot mit Wurst. Wir in Deutschland sind es gewohnt, genug zu essen zu haben. Vielen Menschen aber geht es nicht so gut. Fachleute haben am Donnerstag gesagt, dass jeder achte Mensch auf der Welt hungert.
Berlin (dapd-kid). Morgens Cornflakes, mittags Nudeln und abends Brot mit Wurst. Wir in Deutschland sind es gewohnt, genug zu essen zu haben. Vielen Menschen aber geht es nicht so gut. Fachleute haben am Donnerstag gesagt, dass jeder achte Mensch auf der Welt hungert.
Die Fachleute arbeiten bei der Welthungerhilfe. Die Welthungerhilfe kümmert sich um Menschen in Not. Die Experten sagen, dass von den etwa sieben Milliarden Menschen auf der Erde jeder achte nicht genug zu essen hat. Die Menschen sind sehr arm. Sie können sich Lebensmittel nicht ausreichend leisten. In afrikanischen Ländern wie Burundi und Eritrea sowie in Haiti in der Karibik sind mehr als die Hälfte der Menschen unterernährt. Sie sind viel zu dünn, so die Experten. In 17 weiteren Ländern ist die Lage ebenfalls sehr ernst. Hunger haben Menschen vor allem in Südasien und in Afrika südlich der Wüste Sahara.
Trotzdem zeigen die Zahlen der Experten auch Gutes. Sie sagen nämlich, dass der Anteil der Menschen auf der Erde, die Hunger leiden müssen, zurückgeht. Sie haben auch Zahlen von früher. Daher wissen sie das. Die Fachleute sagen aber, dass die Verbesserungen zu langsam kommen. Hunger bedeutet immer auch, dass Kinder und Erwachsene sterben beziehungsweise sich nicht richtig entwickeln können.
Die Leute von der Welthungerhilfe meinen, dass sich auf der Welt etwas ändern muss, damit es gerechter zugeht. Sie werfen Ländern in Europa und Firmen vor, den Hunger mit zu verursachen. Unternehmen kaufen weltweit Land auf, um Getreide anzubauen. Das nutzen sie, um Sprit für Autos oder Fleisch herstellen zu können. Sie füttern damit ihr Vieh. Die Menschen in den armen Ländern haben davon zu selten was. Die Geschäfte werden ohne sie gemacht. Das Getreide wird produziert, um es in andere Länder zu bringen. Es landet bei den Menschen nicht auf den Tellern.
Die Welthungerhilfe gibt es seit dem Jahr 1962. Seither hat sie in 70 Ländern Projekte gestartet, damit weniger Menschen hungern müssen und die Armut zurückgeht.
dapd