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Experten beraten über Rechtsextremismus

13.11.2012 | 13:17 Uhr

Gewalt, Drohungen und Anschläge: Wie das verhindert werden kann, beschäftigt Politiker und Fachleute immer wieder. In Wiesbaden im Bundesland Hessen treffen sich nun Experten und beraten, was sie dagegen tun können. Bei der Herbsttagung des Bundeskriminalamtes (abgekürzt: BKA) soll es vor allem um Rechtsextremismus gehen.

Wiesbaden (dapd-kid). Gewalt, Drohungen und Anschläge: Wie das verhindert werden kann, beschäftigt Politiker und Fachleute immer wieder. In Wiesbaden im Bundesland Hessen treffen sich nun Experten und beraten, was sie dagegen tun können. Bei der Herbsttagung des Bundeskriminalamtes (abgekürzt: BKA) soll es vor allem um Rechtsextremismus gehen.

Rechtsextremisten denken, dass nicht alle Menschen gleich viel wert sind. Ob sie jemanden gut finden oder ablehnen, hängt davon ab, woher ein Mensch stammt oder welche Hautfarbe er hat. Das verstößt gegen Gesetze, denn alle Menschen haben ein Recht auf gleiche Behandlung. Einige Rechtsextremisten kämpfen mit Gewalt für ihre Ideen. Sie greifen zum Beispiel Menschen an, die aus anderen Ländern kommen, und fügen ihnen schweres Leid zu.

Zu dem Treffen des BKA sind rund 500 Experten aus verschiedenen Ländern eingeladen. Auch der deutsche Innenminister gehört dazu. Er heißt Hans-Peter Friedrich und kümmert sich um die Sicherheit in Deutschland. Die Experten wollen überlegen, was sie gegen rechtsextremes Gedankengut in den Köpfen der Menschen tun können. Fachleute aus der Politik, den Medien, von der Polizei und aus der Wissenschaft berichten aus ihrer Sicht über Rechtsextremismus. Zum Abschluss wollen sie diskutieren, was dagegen getan werden kann. Dabei soll es vor allem um Lösungen für Deutschland gehen.

Erst am Montag hatte eine Studie gezeigt, dass in Deutschland immer mehr Menschen rechtsextreme Gedanken haben. Vor allem im Osten wird diese Gruppe größer, besagt die Untersuchung der Friedrich-Ebert-Stiftung. Seit 2006 hat sich in Ostdeutschland die Anzahl der Menschen mit rechtsextremen Vorstellungen mehr als verdoppelt. In Westdeutschland hingegen ist die ihre Zahl kleiner geworden.

Der Politiker Wolfgang Thierse forderte am Dienstag, dass Schüler in Ostdeutschland mehr über das Thema lernen sollten. Er ist der Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Wolfgang Thierse sagte im Radiosender Deutschlandfunk: "Es ist doch verrückt, dass es in Ostdeutschland mehr Ausländerfeindlichkeit gibt, obwohl es dort nachweislich weniger Ausländer gibt." Kinder und Jugendliche sollten mehr darüber wissen, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben und jeder seine Meinung und seine Art zu leben haben darf, wünscht sich Wolfgang Thierse. Er sagte aber auch, dass es lange dauern wird, bis sich Einstellungen und Meinungen ändern.

dapd

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