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Deutsche kurz vor Weihnachten weniger in Kauflaune

21.12.2012 | 12:28 Uhr
Foto: /dapd

Die Deutschen haben nicht mehr so viel Lust aufs Einkaufen. Forscher sagen: Die Menschen halten ihr Geld lieber zusammen und schaffen sich eher keine großen Dinge an.

Nürnberg (dapd-kid). Die Deutschen haben nicht mehr so viel Lust aufs Einkaufen. Forscher sagen: Die Menschen halten ihr Geld lieber zusammen und schaffen sich eher keine großen Dinge an. Der Grund: Sie sorgen sich um die Schuldenkrise in Europa.

Mit der Schuldenkrise ist gemeint, dass einige europäische Länder zu viele Schulden angehäuft haben. Sie haben sich mehr Geld geliehen, als sie zurückzahlen können. Ohne die Hilfe anderer Länder würden sie pleitegehen. Auch Deutschland unterstützt die Schuldenstaaten. Die Politiker machen das, weil sie sich um den Euro sorgen. Sie denken, dass er an Wert verlieren könnte, wenn nicht das Richtige getan wird. In Deutschland glauben aber viele, dass uns die Schuldenkrise noch teuer zu stehen kommen wird. Sie fürchten, dass es in der Wirtschaft bald nicht mehr so gut läuft und sie das in ihrem eigenen Portemonnaie merken werden, sagen die Forscher.

Die Fachleute arbeiten bei der Gesellschaft für Konsumforschung (abgekürzt: GfK) in der Stadt Nürnberg im Bundesland Bayern. Sie prüfen jeden Monat, wie kauffreudig die Menschen in Deutschland sind. Sie befragen jeweils rund 2.000 Männer und Frauen. Das reicht ihnen, um auf alle schließen zu können. Die Forscher interessiert unter anderem, ob die Menschen gerade größere Anschaffungen planen. Außerdem fragen sie, ob die Leute mit mehr Geld in ihrem Portemonnaie rechnen und was sie über die Wirtschaft denken. Die Menschen sollen dann einschätzen, wie es den Firmen in Deutschland in den kommenden Monaten gehen wird.

Die Forscher sagen: Für die deutsche Wirtschaft ist es wichtig, dass die Leute einkaufen gehen und sich etwas gönnen. Die Firmen, Geschäfte und Restaurants können dann gut verdienen und vielleicht sogar mehr Menschen eine Arbeit geben. Das hält die Wirtschaft in Schwung. Doch zurzeit zögern die Deutschen eher, sich große Dinge wie eine Waschmaschine oder ein Auto zu kaufen. Aber die Forscher machen sich deshalb noch keine Sorgen.

Außerdem glauben die Deutschen, dass sie im kommenden Jahr mehr verdienen werden. Denn derzeit gibt es nicht so viele Arbeitslose. Es ist einfacher für die Leute, einen Job zu finden. Wenn es so bleibt, rechnen die Menschen auch mit mehr Lohn.

dapd

dapd

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Kommentare
22.12.2012
12:21
Deutsche schon länger weniger in Kauflaune
von sichau1 | #1

Die inflationsbereinigten Umsätze im Einzelhandel sind im Vergleich zum Vorjahr um -1% gefallen; das ist schon was! Es wäre bedeutend informativer, wenn die Gesellschaft für Konsumforschung den erfragten Kauflaunen die tatsächliche Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre gegenüberstellen würde!

Unsere Finanzkrise ist durch Spekulationsmärkte (sogenannte "Finanzmärkte") und Spekulationsbanken (sogenannte "Investmentbanken") entstanden!
Um Schlimmeres zu verhindern, haben die Staaten bedrohte Banken gerettet. Nun müssen sie mit den daraus entstandenen Schulden fertig werden. Dafür sollten sie nicht kritisiert werden. Vielmehr sollte allgemein eine Finanztransaktionssteuer sowie konsequente Bankenregulierung gefordert werden, damit die Verursacher an den Kosten beteiligt und Spekulationskrisen künftig möglichst verhindert werden!!

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