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Bekassine ist Vogel des Jahres 2013

12.10.2012 | 12:46 Uhr

Die Bekassine ist der Vogel des Jahres 2013. Die Schnepfenart ist so selten geworden, dass sie vom Aussterben bedroht ist. Deshalb haben Naturschützer sie zum Vogel des Jahres gekürt.

Berlin/Hilpoltstein (dapd-kid). Die Bekassine ist der Vogel des Jahres 2013. Die Schnepfenart ist so selten geworden, dass sie vom Aussterben bedroht ist. Deshalb haben Naturschützer sie zum Vogel des Jahres gekürt.

An der Bekassine fällt als erstes der lange Schnabel auf. Mit ihm stochert die Bekassine im Boden nach Nahrung. Der Vogel des Jahres lebt vor allem in Mooren oder auf feuchten Wiesen. Dort findet die Bekassine genug zu essen. Sie ernährt sich von Würmern, Insektenlarven, Krebsen oder Pflanzenteilen. Außerdem braucht sie die Feuchtgebiete zum Brüten. Bekassinen bauen ihre Nester nämlich auf dem Boden, gut versteckt zwischen hohen Gräsern, wie sie in Mooren und nassen Wiesen vorkommen.

Doch diese Gebiete werden immer seltener. Schuld daran sind die Menschen, die Moore und Feuchtwiesen trocken legen, um sie zum Beispiel für die Landwirtschaft zu nutzen. Deshalb ist die Zahl der Bekassinen stark gesunken. Die Vogelart droht zu verschwinden.

Mit der Wahl der Bekassine zum Vogel des Jahres wollen die Naturschützer darauf hinweisen, wie wichtig Moore und Feuchtwiesen für Tiere und Natur sind. Der Vogel des Jahres wird immer vom Naturschutzbund Deutschland (abgekürzt: NABU) und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (abgekürzt: LBV) bestimmt. So wollen die Leute auch dafür werben, die Lebensräume der Tiere besser zu erhalten.

Dabei kann jeder mithelfen, der zum Beispiel einen Garten oder Blumentöpfe auf dem Balkon hat. Wer Pflanzenerde ohne Torf kauft, hilft Moore zu schützen. Denn Torf kommt aus Mooren und der Abbau von Torf lässt sie austrocknen. Tiere wie die Bekassine können dann nicht mehr dort leben. Finden sie kein anderes feuchtes Gebiet zum Ausbrüten ihrer Jungen, sterben sie, ohne Nachkommen zu haben.

Helmut Opitz vom NABU sagte am Freitag, dass die Zahl der beige-braun gemusterten Bekassinen sich in den vergangenen 20 Jahren halbiert hat. Er nannte diesen Rückgang "katastrophal". Die Naturschützer schätzen die Zahl der Bekassinen in Deutschland auf ungefähr 5.500 bis 6.700 Brutpaare. Vor allem in Süddeutschland ist die Vogelart sehr selten geworden. Im Norden und Osten unseres Landes ist die Schnepfenart noch häufiger zu entdecken.

Die Bekassine wird manches Mal auch Himmelsziege genannt. "Im Sturzflug erzeugt der Vogel Geräusche, die wie das Meckern einer Ziege klingen", erklärt Helmut Opitz.

dapd

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