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Tierhandel

Interpol rettet 8700 Vögel und Reptilien vor Tierschmugglern

26.07.2012 | 18:15 Uhr
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Interpol rettet 8700 Vögel und Reptilien vor Tierschmugglern
8700 Vögel und Reptilien hat Interpol bei Tierschmugglern beschlagnahmt.Foto: afp

Lyon.  Bei einer großen Razzia hat Interpol 8700 Vögel, Reptilien und andere geschützte Tiere beschlagnahmt. Gleichzeitig wurden rund 4000 Verdächtige festgenommen. Der Handel mit wilden Tieren, insbesondere Vögeln, ist laut Interpol in letzter Zeit deutlich gewachsen.

Der internationalen Polizeibehörde Interpol ist ein Schlag gegen den weltweiten Schmuggel mit geschützten Tieren gelungen. Wie die im französischen Lyon ansässige Organisation mitteilte, wurden bei einer großangelegten Razzia in 32 Ländern mehr als 8700 Vögel, Reptilien und andere geschützte Tiere beschlagnahmt und rund 4000 Verdächtigte festgenommen. So weit wie möglich seien die Tiere wieder in ihrem natürlichen Umfeld ausgesetzt worden, teilte Interpol am Mittwochabend mit.

Ursprünglich zielte der Einsatz namens "Cage" (Käfig) vor allem auf den Handel mit geschützten Vögeln ab. Den Fahndern fielen dabei aber auch andere Tiere in die Hände, mit denen laut Artenschutzkonvention nicht gehandelt werden darf - unter anderem Fische, Schildkröten und andere Reptilien. Außerdem beschlagnahmten sie geschützte Pflanzen und Elfenbein.

Handel mit wilden Tieren - vor allem Vögeln - wächst enorm

Die Razzien fanden den Angaben zufolge von April bis Juni in Häfen, auf Flughäfen, bei Postdiensten, Tierhändlern und auf Wochenmärkten statt. Auch bei Tierpräparatoren in Südamerika und Europa habe es Kontrollen gegeben. Polizisten und Zöllner beschlagnahmten dabei auch Waffen, Munition und andere Geräte, die von den Wilderern benutzt wurden.

Anlass für die Operation sei ein wachsender Handel mit wilden Tieren - vor allem Vögeln - zwischen Lateinamerika und Europa gewesen, erläuterte David Higgins, Leiter der Interpol-Abteilung "Verbrechen gegen die Umwelt". Dabei gehe es nicht nur um den Kampf gegen das organisierte Verbrechen, sondern vor allem um den Schutz der Artenvielfalt. (afp)

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2012-07-26 18:15
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