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Heuschnupfen

Heuschnupfen gibt's nur im Frühling? Zehn Irrtümer über die Pollen-Allergie

18.03.2013 | 15:39 Uhr
Heuschnupfen gibt's nur im Frühling? Zehn Irrtümer über die Pollen-Allergie
Laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund leiden jährlich mehr als 15 Millionen Deutsche unter den Auswirkungen des Pollenflugs.Foto: dpa

Essen.  Die Nase läuft, die Augen jucken: Viele Menschen verspüren mit Beginn des Frühjahrs die ersten Symptome von Heuschnupfen. Sind Allergiker in der Wohnung vor Pollenflug geschützt? Oder wird es sowieso erst im Sommer richtig schlimm? Antworten auf zehn weit verbreitete Irrtümer über Heuschnupfen.

Wenn die Temperaturen milder werden, beginnt auch wieder die Hochsaison des Heuschnupfens. Laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund leiden mehr als 15 Millionen Deutsche unter den Auswirkungen des Pollenflugs und müssen sich mit lästigen Symptomen wie verstopfter Nase und gereizten Augen herumschlagen. Doch so verbreitet wie diese Allergie ist, so verbreitet sind auch die Irrtümer darüber. Die wichtigsten:

Zu Beginn der Pollensaison sind Allergiker nur gering betroffen.

Falsch. Auf die ersten Pollen nach dem Winter reagieren Heuschnupfen-Geplagte meist besonders stark. Den Grund erklärt Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann, Leiter der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst: „Zum einen hatten Heuschnupfenallergiker dann mehrere Monate keinen Kontakt mit Pollen und sind diese Allergene nicht mehr gewohnt. Zum anderen kann die Empfindlichkeit der Nase durch vorausgegangene Infekte wie Erkältungsschnupfen oder Grippe stark erhöht sein.“

In geschlossenen Räumen sind Allergiker sicher.

Nicht unbedingt! Nur, wenn die Fenster bis auf kurzes Stoßlüften geschlossen bleiben - wie es der TÜV Rheinland empfiehlt - leiden die Heuschnupfen-Geplagten weniger unter den Pollen. Zudem sollten Allergiker Kleidung, die sie tagsüber getragen haben, nicht im Schlafzimmer lagern, empfehlen die Experten vom TÜV. Ein weiterer Tipp: Vor dem Schlafengehen kurz die Haare auswaschen, um restliche Pollen loszuwerden.

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Pollenallergiker sollten besser eine Brille tragen. Hierzu rät der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) in der aktuellen Ausgabe seiner Zeitschrift "Allergie konkret".

Bei Heuschnupfen muss man nicht zum Arzt

Quatsch. "Wer Symptome von Heuschnupfen hat, sollte auf jeden Fall zum Arzt gehen - gerade, wenn es zum ersten Mal passiert", sagt Anja Schwalfenberg, Patientenberaterin beim Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB). Nur so könnte Unkundige den Unterschied zwischen einer herkömmlichen Erkältung und einem Heuschnupfen überhaupt herausfinden. Sie empfiehlt, zu einem allergologisch geschulten Mediziner wie einem HNO-Arzt oder einem Lungenfacharzt zu gehen.

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