Zweifel bedrohen den Sport - von R. Schüssler
26.08.2010 | 10:12 Uhr 2010-08-26T10:12:00+0200
Essen.Die Erkenntnisse im Wettskandal sind geeignet, den Fußball in seinen Grundfesten zu erschüttern. Denn der Glaube an seine Unberechenbarkeit ist von existenzieller Bedeutung.
Wenn unter großem Trommelwirbel Verdachtsmomente bekannt gemacht werden, welche die Medien vom „größten Wett- und Betrugsskandal der europäischen Fußballgeschichte“ schreiben lassen, erwartet die Öffentlichkeit zügige Ergebnisse.
Weil diese monatelang ausblieben, musste sich die Bochumer Staatsanwaltschaft schon Vorwürfe gefallen lassen – bis hin zur Sensationshascherei. Ohne dass die Kritiker das wahre Ausmaß ihrer Ermittlungsarbeit kannten. Durch die erste Anklageerhebung hat der Skandal jetzt das für eine öffentliche Wahrnehmung wichtige Gesicht bekommen.
Auch ohne spektakuläre Note bedrohlich
Weil sich unter den betroffenen Spielen keine Knaller-Paarungen befinden, wie beim Bundesliga- Bestechungsskandal 1971, fehlt der Affäre zwar die spektakuläre Note, ihr Bedrohungspotenzial für den Volkssport Fußball ist dadurch aber nicht geringer.
Bestechlichkeit ist in ihrer Auswirkung auf das Fan- Verhalten mit der – ebenso scharf zu verurteilenden – Leistungsmanipulation durch Doping nicht zu vergleichen. Werten doch zum Beispiel viele Radsport-Enthusiasten flächendeckendes Doping inzwischen als eine, wenn auch bedauerliche, Form der Chancengleichheit.
Für den Fußball jedoch ist seine Unberechenbarkeit existenziell. Anhaltende Zweifel am Zustandekommen eines Ergebnisses würde er langfristig nicht überleben.

20:12
herr schüssler ! ihren kommentar kann ich nicht unkommentiert lassen !......wettskandal , grundfeste erschüttern. ! welch ein hype zu beginn des JAHRHUNDERTWETTSKANDALS ! livepressekonferenz der bochumer staatsanwaltschaft , sondersendungen von funk und fernsehen , die printmedien im völlig überfüllten pressekonferenzraum außer kontrolle . BESTECHUNG war das zauberwort . und nun...? ob in bosnien und polen spiele manipuliert werden ist zwar traurig , aber für fachleute ein alter hut . wir müssen uns auf uns selbst focusieren und vor unserer haustür kehren, und da bislang keinerlei ermittlungsergebnisse vorliegen , in dem mannschaften aus den obersten 3 bundesligen verdächtigt werden , sondern wenn überhaupt , aus regional- und oberliga , kann ich in keinster weise einen hochgepuschten jahrhundertwettskandal erkennen . wenn die asiatischen buchmacher so dämlich sind , auf amateurspiele einzelwetten anzunehmen sind sie entweder verzweifelt oder dämlich . und um es deutlich zu sagen , daß es oftmals besonders gegen saisonende bei amateurligaspielen merkwürdige ergebnisse gibt ....! die folgen dieser gehypten pressekonferenz war danach für viele spieler , mannschaften und auch schiedsrichter verherend . verdächtigungen , beschimpfungen , drohungen keiner wußte etwas , aber jederman war verdächtigt . deppen erzählten ihre märchen und die medien starteten ihre widerlichen unbewiesenen attacken . die zum teil auch undercover geführten ermittlungen der bochumer staatsanwaltschaft hat bislang für einen jahrhundertwettskandal aus deutscher sicht so gut wie nichts ergeben . das problem hierbei : ein zocker ist oftmals wie ein angler ...ich habe einen 3meter aal gefangen . abgehörte telefongespräche sollte man nicht unbedingt immer für bare münze nehmen . es ist auch natürlich für einen nichtfachmann wie einem staatsanwalt oftmals schwer , in die zockermaterie einzudringen . wettaufbau sind nicht sein ding . der deutsche fußball ist meiner meinung nach von einem jahrhundertwettskandal weit entfernt ,
14:14
Wenn Radsport-Enthusiasten das so sehen, dann ist ihr Sport ja medial (zumindest in Deutschland) da, wo er hingehört: auf dem Abstellgleis