Zwei Tote bei Anschlag auf Südkoreas Botschaft in Libyen

Bewaffnete Gruppen vor dem Justizministerium in Tripolis. In Libyen gibt es keine stabile Regierung und Verwaltung.
Bewaffnete Gruppen vor dem Justizministerium in Tripolis. In Libyen gibt es keine stabile Regierung und Verwaltung.
Foto: dpa/Archiv
Was wir bereits wissen
Bei einem Anschlag auf die Botschaft Südkoreas in Tripolis sind am Sonntag zwei Menschen getötet worden. Zu dem Anschlag bekannte sich bisher niemand.

Tripolis.. In Libyen sind bei einem Anschlag auf die südkoreanische Botschaft in der Hauptstadt Tripolis nach Angaben der Nachrichtenagentur Lana zwei Menschen getötet worden. Ein Wachmann und ein Passant starben, als Unbekannte aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug ohne Nummernschild auf das Botschaftsgebäude feuerten. Ein weiterer Wachmann erlitt schwere Verletzungen. Zu dem Anschlag am Sonntagmorgen bekannte sich zunächst niemand.

Die chinesische Agentur Xinhua, die ebenfalls über den Anschlag in Tripolis berichtete, zitierte einen Sicherheitsbeamten, wonach der Anschlag offenbar auf das Konto der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gehe.

In Libyen gibt es keine stabile Regierung und Verwaltung. Zwei miteinander konkurrierende Regierungen beanspruchen die Macht über das ölreiche Mittelmeerland. Faktisch werden die verschiedenen Landesteile von lokalen Warlords und ihren Milizen kontrolliert. Auch islamistische Extremisten, die sich zum IS bekennen, treiben ihr Unwesen. (dpa)