Zuwanderer fühlen sich weniger anerkannt
15.06.2009 | 14:27 Uhr 2009-06-15T14:27:00+0200
Gütersloh. Jeder zweite Zuwanderer fühlt sich in Deutschland weniger anerkannt als Einheimische. Einer Allensbach-Studie zufolge fühlen sich jedoch 69 Prozent aller Zuwanderer in Deutschland wohl. 58 Prozent sehen sich als Teil der deutschen Gesellschaft.
Jeder zweite Zuwanderer fühlt sich in Deutschland weniger anerkannt als Einheimische. Das ist das Ergebnis einer Allensbach-Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, die am Montagvormittag in Gütersloh veröffentlicht wird. Der Untersuchung zufolge ist das Gefühl unter den zugewanderten Menschen aus Russland und der Türkei stärker verbreitet als im Durchschnitt; 61 Prozent der Türkischstämmigen fühlen sich weniger anerkannt, bei den Menschen aus Russland sind es 55 Prozent.
Der Studie zufolge fühlen sich jedoch 69 Prozent aller Zuwanderer in Deutschland wohl. 58 Prozent sehen sich als Teil der deutschen Gesellschaft, 5 Prozent haben den Eindruck, überhaupt nicht Teil der Gesellschaft zu sein. Das Vertrauen von Menschen mit Migrationshintergrund in den Staat liegt laut Studie mit 80 Prozent weit über dem der Gesamtbevölkerung (58 Prozent).
Migrantenkinder haben laut Studie weniger Chancen
Neben der Wahlheimat Deutschland fühlen sich 41 Prozent der Migranten gleichermaßen auch mit ihrem Heimatland verbunden. Die meisten von ihnen empfinden diese doppelte Verbundenheit als Vorteil und nicht als Identitätskonflikt.
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42 Prozent der Zuwanderer glaubten allerdings, dass Kinder aus Migrantenfamilien nicht die gleichen Chancen hätten wie deutsche Schüler. Bei Personen der dritten Generation seien es sogar 52 Prozent.
Die Ergebnisse der Studie stützen sich auf 1581 Interviews mit einem Querschnitt der Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Befragt wurden neben Zuwanderern aus der Türkei, Russland, Kasachstan, Polen und Italien unter anderem auch Menschen aus Kroatien, Spanien und Griechenland ab 16 Jahren. (ddp)

08:14
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03:53
wenn ich den Deutschen so im Ausland beobachte.. wird mir bei diesen bekloppten Meinungen Angst und Bange
Erst mal besser Vorleben...
;-(
00:34
Eine wirklich erschreckende Diskussion. Ausgangspunkt ist eine Studie, die die gefühlte Diskriminierung erfragte. Man hätte jetzt vortrefflich darüber sprechen können, ob dieses Gefühl begründet ist oder nicht. Stattdessen kann man dann kurz vor dem 100tsten Beitrag lesen, das muslimische Zuwandere sich dafür einsetzen sollen, eine zweite Amtssprache im Lande durchzusetzen. Mir wird schlecht wenn ich sowas lesen muß!
Meiner Meinung nach gibt es keine strukturelle Ausgrenzung. Wie ich dazu komme? Ich kenne einige tamilische Zuwanderer, einige indische, dazu noch einige marrokanische, ein paar Türken, ein Onkel ist Jordanier. Mit allen habe ich oft nächtelang über das Thema debattiert. Ein Elternteil ist seit 30 Jahren Hausptschullehrer und hat seit der 2. Zuwanderegeneration die Probleme hautnah miterlebt. Meiner Meinugnach, und wie ich berichten kann auch die der meisten oben erwähnten Bekannten, ist dieses Gefühl der Ausgrenzung subjektiv und unbegründet. Der Tenor aller von mir geführten Gespräche zum Thema ist der, das der Leistungsbereite, die Sprache sich aneignende Zuwanderer hierzulande alle Möglichkeiten genießt sich selbst zu verwirklichen. Zumindest besser als in den Heimatländern, aus denen manche vor Kriegen und Konflikten flohen.
Geschenkt bekommt man hier freilich nichts, man muß es sich erarbeiten (wollen). Oder, um es mit den Worten meines ehemaligen Mitbewohners aus marroko zu sagen: Ich mache meinen Doktor, mein Bruder macht in Drogen. Ich habe kein Mitleid mit ihm. Er hatte die gleichen Chancen wie ich. Besser kann ich es auch in tausend Zeichen nicht ausdrücken.
Wenig hilfrich ist es weiterhin, die Grenze der Toleranz der Gesellschaft durch Versuche, die Herkunftskultur agressiv der neuen Heimat aufzudrücken, auszutesten. Mehr türkisch hier, mehr türkisch da, am besten eine zweite Amtssprache.... Der Weg in die Isolation und Parallelgesellschaft ist vorgezeichnet, wenn man so denkt. Im schlechtesten Fall legt man so die Lunte an zukünftige Bpürgerkriege. Ich will mich eigentlich nicht über Nicknames auslassen, aber das ein solches Statement von jemandem kommt, der sich auf Deutsch der Eroberer nennt, überrascht mich nicht.
Ansonsten möchte ich noch auf eine sehr gute Studie verweisen. Im Datenreport 2008 des Statistischen Bundesamtes werden die Lebenssituationen von verschiedenen Zuanderungsgruppen miteinander verglichen. Besonders ist hier der Punkt 7.5 zur Lektüre empfohlen. http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Querschnittsveroeffentlichungen/Datenreport/Downloads/Datenreport2008Sozialstruktur,property=file.pdf
23:21
@ Rüdiger
Guckstst du, schreiben die Emils, Bernhards und Rüdigers konkret zu wenig hier..
Voll korrekt, Alder ? ;-)
20:31
Laber hin und laber her,
FAKT ist: Wenn sich Zuwanderer mehr in D integrieren würden, würden sie sich in D mehr wohlfühlen und mehr anerkannt werden....
20:29
Viele gute Ideen, Fatih. Unbedingt und schnell mit beginnen und umsetzen. Und auch nicht überproportional kriminell werden oder sich überproportional alimentiert von der Sozialhilfe durchs Leben schlagen.
Ehrenvolle Dinge machen. Keine Dinge machen, für die ich mich als Muslim und mit türkischen Wurzeln schämen muß.
19:25
Fatih stellt sich als neue Sprache neusprech vor.
Das verstehen Deutsche, Iraner, Libanesen, Türken usw
19:00
@Der schöne Jürgen:
Eine eigene Zeitung soll er haben, dann kann er da seine arroganten Belehrungen in Kommentarform abliefern.
Muslime, die eigene Strukturen aufbauen sollen. Da macht mich vor allem die Anerkennung einer zweiten Landes- und Amtssprache neben der deutschen Sprache stutzig, da es in verschiedenen Staaten Muslime gibt, die daher auch unterschiedliche Sprachen sprechen und ihre Kinder, Enkel etc. in Deutschland dann ja auch (idealerweise zusätzlich zum Deutschen). Die islamische Sprache als solche gibt es wohl nicht. Oder gibt es auch unter Muslimen solche, die gleicher sind und daher die Sprache bestimmen?
18:46
Fatih....Eigene Zeitungen, eigene Schulen und Hochschulen, Krankenhäuser und Altersheime
all das gibt es doch schon in der Türkei und welche Einrichtungen (dort oder hier) sind die Besseren?
Oder glaubst du, dass die hier lebenden Türken schlauer sind als ihre Landsleute in ihrer Heimat?